18-jähriger Giefing verpasst als Vierter EM-Medaille über 200 m Kraul

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Bei der Schwimm-Europameisterschaft in Paris hat der erst 18-jährige Burgenländer Christian Giefing über 200 Meter Kraul den vierten Platz belegt und damit knapp eine Medaille verpasst. Im Finale kam der Nachwuchsschwimmer auf eine Zeit von 1:45,15 Minuten und lag lediglich 0,27 Sekunden hinter dem Briten James Guy, der sich die Bronzemedaille sicherte. Der Sieg ging an den Rumänen David Popovici in 1:44,15 Minuten, gefolgt vom Litauer Tomas Navikomis in 1:44,55 Minuten.

Starke Vorleistung mit österreichischem Rekord

Bereits im Vorlauf hatte Giefing für Aufsehen gesorgt: Mit 1:44,96 Minuten stellte er einen neuen österreichischen Rekord über die 200 Meter Kraul auf und unterbot damit die bisherige Bestmarke von Felix Auböck, die bei der Weltmeisterschaft 2022 in Budapest aufgestellt worden war, um 15 Hundertstelsekunden. Im Semifinale am Donnerstag hatte sich der Burgenländer als Gesamtfünfter für den Endlauf qualifiziert und damit seine Formstärke bei der Langbahn-EM in Paris unterstrichen.

Mit seinen Zeiten unterbot Giefing bereits das Olympialimit für die Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Allerdings zählen für die Qualifikation erst jene Limits, die ab dem 1. März 2027 erzielt werden. Der junge Kraulschwimmer wird seine in Paris gezeigte Leistung also zu einem späteren Zeitpunkt noch bestätigen müssen, um sich tatsächlich für Olympia zu empfehlen.

Mladenovic und Bayer im Halbfinale, Espernberger überzeugt über Delfin

Auch für weitere österreichische Schwimmer verlief der Freitag bei der Europameisterschaft erfolgreich. Luka Mladenovic, der tags zuvor über 200 Meter Brust die Bronzemedaille gewonnen hatte, zog gemeinsam mit Valentin Bayer über 50 Meter Brust ins Halbfinale ein. Martin Espernberger sicherte sich als Zehnter mit einer Zeit von 1:56,59 Minuten den Einzug ins Halbfinale über 200 Meter Delfin.

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Das Halbfinale über die Brustsprint-Distanz wird um 18.59 Uhr ausgetragen, jenes über die lange Delfin-Strecke folgt um 19.25 Uhr und wird live auf ORF Sport Plus übertragen. Nicht in die Top 16 schafften es hingegen Bernhard Reitshammer, der als 30. ins Ziel kam, sowie Jan Niedermayer auf Rang 56. Über 200 Meter Delfin scheiterten sowohl Noah Zemansky als 31. als auch Philipp Rizek, der mit einer Zeit von 2:05,62 Minuten auf Platz 36 landete.

Enttäuschung bei den österreichischen Schwimmerinnen

Für die Damen des Österreichischen Schwimmverbands verlief der Freitag deutlich weniger erfolgreich. Marlene Kahler schied über 50 Meter Kraul mit einer Zeit von 36,53 Sekunden als 43. bereits im Vorlauf aus. Ähnlich erging es Iris Julia Berger, die über 100 Meter Rücken mit 1:02,58 Minuten den 28. Platz belegte und damit ebenfalls den Aufstieg verpasste.

Auch über 200 Meter Lagen gelang keiner österreichischen Athletin der Sprung in die nächste Runde. Nina Omid kam mit einer Zeit von 2:18,86 Minuten auf Rang 22, Aviva Hollinsky belegte mit 2:19,02 Minuten den 23. Platz. Beide verpassten damit die Top 16 und schieden bereits im Vorlauf aus.

Für den österreichischen Schwimmsport bleibt die Leistung von Christian Giefing dennoch das bestimmende Ergebnis des Tages. Mit seinem nationalen Rekord und dem vierten Platz im EM-Finale hat der 18-Jährige ein deutliches Zeichen für die kommenden Jahre gesetzt, während sich für weitere Athleten des Österreichischen Schwimmverbands in den anstehenden Halbfinalläufen in Paris noch Chancen auf weitere internationale Erfolge bieten.

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