Affengruber peilt mit Elche und ÖFB-Team große Ziele an

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Mit dem Start der spanischen La Liga an diesem Wochenende beginnt für David Affengruber eine richtungsweisende Saison. Nach dem Karriereende von David Alaba bei Real Madrid ist der 25-jährige Verteidiger von Elche der einzige österreichische Legionär in Spaniens höchster Spielklasse. Der Niederösterreicher, der vergangenes Jahr von Sturm Graz an die Costa Blanca wechselte, will mit seinem Club erneut den Klassenerhalt sichern und gleichzeitig seine Position im Nationalteam von Teamchef Ralf Rangnick festigen.

Affengruber hat sich in Elche längst als Führungsspieler etabliert und dabei auch das Interesse anderer Vereine geweckt. Ein Wechsel innerhalb des noch bis 1. September geöffneten Transferfensters gilt nicht als ausgeschlossen. Der Innenverteidiger selbst zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt: „Ich konzentriere mich immer auf das Hier und Jetzt. Meine Aufgabe ist jetzt ganz klar hier, aber man weiß im Fußball nie, wie schnell es geht und was passiert oder nicht passiert“, erklärte er.

Neuer Trainer, gewachsene Verantwortung

Bei Elche hat mit dem Argentinier Martin Anselmi ein neuer Cheftrainer übernommen. An Affengrubers Stellenwert innerhalb der Mannschaft habe sich dadurch nichts geändert. Der Coach suche regelmäßig den Austausch mit dem Spielerrat, dem auch Affengruber angehört. „Der Trainer redet sehr viel mit dem Spielerrat, in dem ich auch dabei bin. Er sucht oft das Gespräch mit uns Kapitänen“, schilderte der Abwehrspieler. Die zusätzliche Verantwortung wisse er zu schätzen, ebenso wie die Möglichkeit, an tiefergehenden taktischen Gesprächen teilzunehmen.

Auch sportlich sieht sich Affengruber auf einem guten Weg. In der vergangenen Saison habe er in Sachen Führungsqualitäten einen großen Schritt gemacht und durfte die Mannschaft bei Ausfällen bereits als Kapitän aufs Feld führen. Dennoch gebe es weiteres Entwicklungspotenzial, etwa im defensiven Verhalten, wo sich taktische Anpassungen ergeben hätten.

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Ausgeglichene Liga mit zwei Favoriten

Der Aufsteiger Elche schaffte den Ligaverbleib in der Vorsaison erst in der letzten Runde. Für die kommende Spielzeit hofft Affengruber auf einen früheren Zeitpunkt der Gewissheit. Die spanische Liga beschreibt er als äußerst ausgeglichen, mit Ausnahme von Real Madrid und dem FC Barcelona, die sich im Sommer beide auf dem Transfermarkt verstärkt haben. „Das sind natürlich die zwei Favoriten, das ist immer so in Spanien“, so Affengruber. Beide Clubs müssten ihre Ansprüche aber erst über eine gesamte Saison hinweg unter Beweis stellen.

Der Ligaauftakt führt Elche am Montag um 21.00 Uhr auswärts zu Deportivo A Coruna. Bereits sechs Tage später, am 23. August, steht das Heimspiel gegen Titelverteidiger Barcelona auf dem Programm. Die Katalanen reisen mit zahlreichen spanischen Weltmeistern an, deren Kader in Kürze auch um Mittelfeldspieler Rodri verstärkt werden könnte. Über den Vizeweltmeister von Manchester City äußerte sich Affengruber anerkennend: „Er ist ein super Leader, der das Spiel kontrollieren kann, das haben wir bei der WM gesehen. Er ist wahrscheinlich einer der besten Spieler auf seiner Position.“

WM-Erfahrung ohne Einsatzminuten

Österreich war bei der Weltmeisterschaft im Sechzehntelfinale mit einer klaren 0:3-Niederlage gegen Spanien ausgeschieden. Affengruber selbst kam während des Turniers nicht zum Einsatz, bezeichnete die Zeit in Nordamerika dennoch als wertvolle Erfahrung. Besonders der Austausch innerhalb der Mannschaft habe ihm als jungem Spieler viel gebracht. Von Abwehrkollege David Alaba habe er sich einiges abschauen können.

Die Konkurrenz in der Innenverteidigung des ÖFB-Teams gilt als besonders groß. Affengruber wertet seine WM-Nominierung als Bestätigung vergangener Leistungen, will sich künftig aber noch häufiger für das Nationalteam empfehlen. „Mein Ziel ist schon, immer öfter und öfter im Nationalteam dabei zu sein“, betonte er. Ob ein Wechsel zu einem größeren Verein seine Chancen auf mehr Einsätze verbessern würde, wollte er nicht bewerten. Entscheidend sei allein die gezeigte Leistung, unabhängig vom jeweiligen Club. Der nächste Lehrgang mit vier Partien in der Nations League steht Ende September an.

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