Der algerische Fußballverband hat Brahim Hemdani offiziell als neuen Nationaltrainer vorgestellt. Der 48-Jährige tritt die Nachfolge von Vladimir Petkovic an, der die algerische Nationalmannschaft zuletzt bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika betreut hatte. Mit der Verpflichtung Hemdanis reagiert der Verband auf das Ausscheiden bei diesem Turnier und setzt künftig auf einen Trainer mit enger Verbindung zum eigenen Nachwuchsprogramm.
Enttäuschendes WM-Abschneiden als Ausgangspunkt
Algerien war bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika nicht über die K.-o.-Runde hinausgekommen. In Erinnerung blieb vor allem das letzte Gruppenspiel gegen die österreichische Nationalmannschaft, das mit einem hochdramatischen 3:3 endete. Im anschließenden Sechzehntelfinale traf die algerische Auswahl auf die Schweiz und musste sich dort mit 0:2 geschlagen geben. Damit war das Turnier für die „Wüstenfüchse“, wie die Mannschaft traditionell genannt wird, bereits in dieser frühen Phase beendet. Petkovic, der das Team durch die WM-Kampagne geführt hatte, wurde in der Folge nicht weiterbeschäftigt.
Hemdani mit Erfahrung aus dem Nachwuchsbereich
Mit Brahim Hemdani übernimmt nun ein Trainer das Amt, der zuletzt als Coach der algerischen U20-Auswahl tätig war. Der in Frankreich geborene Fußballfachmann bringt damit bereits Erfahrung im Umfeld des nationalen Verbands mit und kennt viele Strukturen sowie Nachwuchsspieler, die perspektivisch den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffen könnten. Der Wechsel von der U20 zur ersten Mannschaft markiert für den 48-Jährigen einen bedeutenden Schritt in seiner Trainerlaufbahn.
Afrika Cup als erstes großes Ziel
Die zentrale Aufgabe für Hemdani wird die Vorbereitung und Betreuung der algerischen Nationalmannschaft beim bevorstehenden Afrika Cup sein. Der Verband erhofft sich von dem neuen Teamchef eine sportliche Neuausrichtung nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden. Algerien zählt traditionell zu den ambitionierten Fußballnationen des afrikanischen Kontinents und strebt bei kontinentalen Titelkämpfen regelmäßig nach vorderen Platzierungen. Mit dem Afrika Cup steht für Hemdani nun rasch ein Wettbewerb an, bei dem sich zeigen wird, wie schnell er die Mannschaft nach dem Trainerwechsel neu formen kann.
Ausblick auf die kommenden Monate
Für Brahim Hemdani beginnt die Arbeit als Nationaltrainer damit unmittelbar unter Zeitdruck, da der Afrika Cup als nächster großer Prüfstein bereits feststeht. Die algerische Fußballöffentlichkeit wird genau beobachten, wie der neue Teamchef den Kader zusammenstellt und welche Akzente er im Vergleich zu seinem Vorgänger Petkovic setzt. Klar ist bereits jetzt, dass der Verband mit der Personalie auf Kontinuität aus den eigenen Reihen setzt, nachdem man zuletzt mit einem ausländischen Trainer international nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen konnte. Ob Hemdani die „Wüstenfüchse“ zu einem erfolgreichen Abschneiden beim Afrika Cup führen kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

















