Biathlon: Slowene Farcnik übernimmt IBU-Präsidentschaft ohne Gegenkandidat

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Der Biathlon-Weltverband IBU bekommt einen neuen Präsidenten: Beim anstehenden IBU-Kongress in Berchtesgaden wird der Slowene Tim Farcnik in das höchste Amt des Verbandes gewählt. Der 46-Jährige tritt als einziger Kandidat an und beerbt damit den Schweden Olle Dahlin, der nach zwei Amtszeiten als Präsident abtritt. Dahlin ist 72 Jahre alt.

Farcnik aus dem IBU-Vorstand kommend

Tim Farcnik war bislang Mitglied im Vorstand der International Biathlon Union und bringt somit bereits Erfahrung in der Verbandsarbeit mit. Da keine weiteren Bewerbungen für das Präsidentenamt vorliegen, gilt seine Wahl beim Kongress in Berchtesgaden als reine Formsache. Mit seinem Amtsantritt übernimmt der Slowene die Führung eines der bedeutendsten Wintersportverbände und tritt in die Fußstapfen von Olle Dahlin, dessen zweite und damit letzte mögliche Amtszeit nun endet.

Auch Vizepräsidentin ohne Konkurrenz

Ähnlich klar stellt sich die Situation beim Amt der Vizepräsidentin dar. Hier bewirbt sich mit der Schwedin Anna Sofia Domeij ebenfalls nur eine Kandidatin. Auch sie dürfte damit ohne nennenswerten Widerstand in ihre neue Funktion gewählt werden. Die IBU besetzt mit diesen beiden Personalien zwei zentrale Führungspositionen innerhalb des Weltverbandes neu beziehungsweise bestätigt bestehende Strukturen mit neuem Personal an der Spitze.

Scherer bleibt voraussichtlich Schatzmeister

Auch auf der Ebene des Schatzmeisters zeichnet sich Kontinuität ab. Christian Scherer, ehemaliger Generalsekretär des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), stellt sich beim Kongress zur Wiederwahl in dieser Funktion. Auch für ihn gibt es keinen Gegenkandidaten, sodass von einer Bestätigung im Amt auszugehen ist. Scherer war in seiner Zeit beim ÖSV eine bekannte Figur im österreichischen Wintersport und bringt nun seine Erfahrung weiterhin auf internationaler Ebene in die IBU ein.

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Entscheidung über WM-Austragungsort 2031 steht an

Neben den Personalentscheidungen befassen sich die Delegierten des IBU-Kongresses auch mit einer wichtigen sportlichen Weichenstellung: der Vergabe der Biathlon-Weltmeisterschaft 2031. Zur Wahl stehen zwei traditionsreiche Wintersportorte aus dem hohen Norden Europas: Kontiolahti in Finnland und Östersund in Schweden. Beide Austragungsorte verfügen über langjährige Erfahrung als Gastgeber internationaler Biathlon-Wettbewerbe und zählen zu den etablierten Stationen im Weltcup-Kalender des Verbandes.

Die Entscheidung über den Austragungsort der WM 2031 wird während des Kongresses in Berchtesgaden gemeinsam mit den Personalwahlen getroffen. Damit stehen für die Delegierten aus den Mitgliedsverbänden gleich mehrere richtungsweisende Entscheidungen auf der Tagesordnung, die die künftige Ausrichtung des Biathlon-Weltverbandes sowohl personell als auch sportlich prägen werden.

Neue Führung vor richtungsweisenden Jahren

Mit dem Wechsel an der Verbandsspitze von Olle Dahlin zu Tim Farcnik sowie der Neubesetzung des Vizepräsidentenpostens durch Anna Sofia Domeij stellt sich die IBU personell neu auf. Gleichzeitig sorgt die Wiederwahl von Christian Scherer als Schatzmeister für Kontinuität in der Finanzverwaltung des Verbandes. Wie sich die neue Führungsriege auf die künftige Entwicklung des internationalen Biathlonsports auswirken wird, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Vergabe der Weltmeisterschaft 2031 an Kontiolahti oder Östersund wird zudem bereits einen Blick auf die sportliche Zukunft des Verbandes über das kommende Jahrzehnt hinaus ermöglichen.

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