ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer hat sein Aufgebot für das Davis-Cup-Duell gegen Belgien bekanntgegeben, das am 18. und 19. September in Wien ausgetragen wird. Erstmals in seiner Karriere wurde Joel Schwärzler für das österreichische Nationalteam berufen. Neben dem Debütanten stehen Jurij Rodionov, Lukas Neumayer und Doppel-Spezialist Lucas Miedler im Kader.
Ofner verzichtet wegen Fersenproblemen
Nicht mit von der Partie ist Österreichs aktuelle Nummer eins, Sebastian Ofner. Der Steirer hat gegenüber Melzer signalisiert, dass er aufgrund anhaltender Beschwerden an der Ferse nicht die volle Fitness erreicht hat. „Er hat mir mitgeteilt, dass er sich wegen seiner Fersenproblematik nicht zu 100 Prozent fit fühlt“, erklärte der ÖTV-Sportdirektor. Damit muss das österreichische Team im Davis Cup gegen Belgien ohne seinen Topspieler auskommen.
Entscheidung über fünften Mann fällt nach US Open
Für den fünften Platz im Aufgebot kommen laut Melzer zwei Spieler infrage: Filip Misolic und Alexander Erler. Eine endgültige Festlegung, wer von beiden das Team komplettieren wird, will der Sportdirektor jedoch erst nach den US Open in New York treffen. Das Grand-Slam-Turnier in den USA startet am 31. August, weshalb sich Melzer mit der finalen Kaderentscheidung Zeit lässt, um die aktuelle Form der beiden Kandidaten mit einzubeziehen.
Debütant Schwärzler als Hoffnungsträger
Mit der Nominierung von Joel Schwärzler setzt der Österreichische Tennisverband ein Zeichen für den Nachwuchs. Der junge Spieler erhält damit die Gelegenheit, sich erstmals im Rahmen eines Davis-Cup-Einsatzes im Nationalteam zu beweisen. Gemeinsam mit dem erfahrenen Jurij Rodionov und Lukas Neumayer soll er im Einzel für Punkte sorgen, während Lucas Miedler als ausgewiesener Doppel-Spezialist die entsprechende Partie bestreiten dürfte. Die genaue Aufteilung der Einsätze wird sich im Vorfeld des Duells mit Belgien zeigen.
Wien als Schauplatz des Duells mit Belgien
Das Davis-Cup-Match zwischen Österreich und Belgien findet an zwei Tagen, dem 18. und 19. September, in Wien statt. Für das österreichische Team bedeutet die Begegnung eine wichtige Standortbestimmung, insbesondere da mit Ofner der bislang stärkste Einzelspieler fehlt. Rodionov und Neumayer werden dadurch eine noch größere Verantwortung im Einzel übernehmen müssen, während Miedler im Doppel für die entscheidenden Punkte sorgen soll.
Die Ausgangslage vor dem Duell mit Belgien zeigt, dass der ÖTV auf eine Mischung aus Erfahrung und Nachwuchsförderung setzt. Mit Schwärzler erhält ein bislang international noch nicht im Nationalteam eingesetzter Spieler die Chance, sich auf höchster Ebene zu präsentieren. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie sich die Fersenproblematik von Sebastian Ofner weiterentwickelt und ob er bei kommenden Einsätzen wieder zur Verfügung stehen kann. Die endgültige Kaderzusammenstellung mit der Entscheidung zwischen Filip Misolic und Alexander Erler als fünftem Spieler wird nach den US Open in New York feststehen, sodass der ÖTV die Formkurve beider Athleten bis zuletzt beobachten kann, bevor das Team für die Begegnung in Wien final feststeht.















