FIFA verteidigt Infantino nach Kritik am geplatzten Investorendeal

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Der Weltfußballverband FIFA hat mit einer scharfen öffentlichen Stellungnahme auf anhaltende Kritik an seinem Präsidenten Gianni Infantino reagiert. In der Nacht auf Sonntag erklärte der Verband über soziale Netzwerke, es werde zunehmend deutlich, dass bestimmte Akteure gezielt und fortlaufend versuchten, die FIFA und ihren Präsidenten zu schwächen. Man werde unzutreffenden oder irreführenden Berichten unmittelbar und energisch entgegentreten, hieß es weiter.

Der Weltverband betonte, Spekulationen dürften nicht als Tatsachen dargestellt werden. Konkrete Berichte oder handelnde Personen benannte die FIFA in ihrer Mitteilung jedoch nicht. Stattdessen sprach der Verband allgemein davon, dass in der jüngsten Berichterstattung unbelegte Behauptungen und nachweislich falsche Aussagen über die FIFA und Infantino verbreitet worden seien.

FIFA beharrt auf ihrem Kurs

Trotz der Vorwürfe stellte die FIFA klar, dass ihr Fokus unverändert auf der eigenen Weiterentwicklung liege. Ziel bleibe es, den Verband zu stärken und den Fußball, wie es hieß, wirklich global zu machen. Man sei entschlossener denn je, diese Aufgabe zu erfüllen, teilte der Verband mit.

In der Stellungnahme richtete die FIFA zudem indirekt Kritik an jene, die innerhalb des Verbandes keine ausreichende Unterstützung fänden. Wer nicht über den Rückhalt der FIFA-Mitgliedsverbände verfüge, solle nicht versuchen, über Anschuldigungen, Andeutungen oder Desinformation Ziele zu erreichen, die sich innerhalb der etablierten demokratischen Verfahren der FIFA nicht durchsetzen ließen. Meinungsverschiedenheiten über notwendige Veränderungen rechtfertigten es nicht, das demokratische Mandat des Präsidenten oder die Institution an sich infrage zu stellen, an deren Spitze er gewählt worden sei.

Kritische Prüfung ja, Verzerrung von Fakten nein

Der Verband erklärte, eine berechtigte kritische Auseinandersetzung mit seiner Arbeit werde grundsätzlich begrüßt. Eine solche Prüfung dürfe jedoch nicht dazu dienen, Tatsachen zu verdrehen, unbelegte Anschuldigungen zu verstärken oder gezielte Ablenkungsmanöver zu inszenieren, die den Fortschritt des Verbandes untergraben sollten, hieß es in der Mitteilung weiter.

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Hintergrund: Geplatzter Investorendeal sorgt für Druck

Die deutliche Wortmeldung der FIFA erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Infantino so stark unter Druck steht wie noch nie in seiner gut zehnjährigen Amtszeit als FIFA-Präsident. Auslöser der aktuellen Kritik ist ein Plan, den der Schweizer zuletzt vorangetrieben hatte: Anteile an Turnieren des Weltverbandes sollten an private Investoren verkauft werden.

Dieses Vorhaben stieß jedoch rasch auf erheblichen Widerstand. Bereits nach wenigen Tagen sah sich Infantino gezwungen, den Plan unter wachsendem öffentlichen und internen Druck wieder zurückzuziehen. Besonders scharfe Kritik kam dabei vom Europäischen Fußballverband UEFA, der das Vorgehen deutlich ablehnte. Im Zuge der Auseinandersetzung wurden teilweise sogar Forderungen nach einem Rücktritt Infantinos laut.

Die aktuelle Stellungnahme der FIFA lässt sich vor diesem Hintergrund als Versuch lesen, den Präsidenten öffentlich zu stützen und die interne wie externe Kritik zurückzuweisen, ohne dabei jedoch namentlich auf einzelne Kritiker oder konkrete Berichte einzugehen. Wie sich der Konflikt zwischen der FIFA-Führung und Teilen der europäischen Fußballwelt weiter entwickelt, bleibt vorerst offen. Insbesondere das Verhältnis zwischen Infantino und der UEFA dürfte angesichts der jüngsten Ereignisse ein zentrales Thema der kommenden Wochen im internationalen Fußballgeschehen bleiben.

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