Die Fiorentina hat sich nach einem katastrophalen Saisonstart von Cheftrainer Fabio Grosso getrennt. Nach nur drei sieglosen Spieltagen in der italienischen Serie A zog der Verein aus Florenz die Konsequenzen. Ausschlaggebend für die Entlassung war die 1:2-Heimniederlage am Samstag gegen den AC Torino, die sich als eine Enttäuschung zu viel erwies. Grosso hatte die Mannschaft erst Anfang Juni übernommen und war damit nur wenige Monate im Amt.
Der 48-jährige Italiener war vom Klub Sassuolo nach Florenz gewechselt und hatte bei der Fiorentina einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben. Diese Vertragslaufzeit konnte er bei Weitem nicht ausschöpfen. In der laufenden Meisterschaft blieb seine Mannschaft in drei Partien ohne einen einzigen Punkt, was den Klub letztlich zum Handeln zwang.
Nur im Pokal ein Erfolgserlebnis
Einen Lichtblick gab es für Grosso dennoch: Im italienischen Cup gelang der Fiorentina unter seiner Leitung ein Sieg gegen den Zweitligisten Benevento Calcio. Dieser Erfolg reichte jedoch nicht aus, um die schwachen Ergebnisse im Meisterschaftsbetrieb auszugleichen. Die sportliche Führung des Klubs entschied sich angesichts der Nullpunkte-Bilanz in der Serie A für eine sofortige Trennung.
Bereits mehrfach vorzeitig abberufen
Die Entlassung in Florenz reiht sich in eine Serie kurzer Trainerstationen in der Karriere von Fabio Grosso ein. Bereits beim Schweizer Klub Sion musste er nach einem im August 2020 begonnenen Engagement nach sieben Monaten wieder gehen. Auch bei Olympique Lyon in Frankreich war für ihn bereits nach drei Monaten und sieben absolvierten Spielen im Jahr 2023 vorzeitig Schluss. Der jüngste Rauswurf bei der Fiorentina setzt damit ein Muster fort, das sich durch mehrere Stationen seiner bisherigen Trainerlaufbahn zieht.
Grosso bleibt als Weltmeister unvergessen
Unabhängig von seinen Erfahrungen als Trainer wird Fabio Grosso in Italien vor allem als Spieler in Erinnerung bleiben. Der ehemalige Verteidiger war Teil der italienischen Nationalmannschaft, die 2006 den Weltmeistertitel gewann. Im Finale dieses Turniers gegen Frankreich verwandelte Grosso den entscheidenden Elfmeter im Elfmeterschießen und sicherte seinem Land damit den WM-Titel. Dieser Moment hat ihm in der italienischen Fußballgeschichte einen festen Platz gesichert, der durch die aktuellen Rückschläge als Trainer nicht geschmälert wird.
Für die Fiorentina bedeutet die Trennung von Grosso, dass der Klub nun rasch nach einer neuen Lösung auf der Trainerposition suchen muss. Der sieglose Start in die Saison der Serie A hat den Druck auf die Vereinsführung erhöht, zeitnah für sportliche Stabilität zu sorgen. Wie es beim toskanischen Traditionsklub konkret weitergeht und wer die Mannschaft in den kommenden Wochen betreuen wird, ist bislang offen. Die Verantwortlichen stehen vor der Aufgabe, möglichst schnell einen neuen Impuls zu setzen, um den Negativlauf in der italienischen Meisterschaft zu beenden und die Ergebnisse zu stabilisieren.

















