Fußball-Gehälter in Österreich sind sehr unterschiedlich: Ein Bundesliga-Profi kann mehrere tausend Euro brutto im Monat verdienen, ein Spieler in der 2. Liga liegt oft deutlich darunter, und im Amateurfußball geht es häufig nur um Aufwandsentschädigungen.
Auch bei Trainern und Schiedsrichtern reicht die Spanne von kleinen Beträgen im Unterhaus bis zu professionellen Honoraren im Spitzenfußball.
Das Wichtigste in Kürze – Wer verdient wie viel?
- Bundesliga-Spieler: In der österreichischen Bundesliga lag das monatliche Fixum laut veröffentlichter VdF-Erhebung im Median bei rund 8.000 Euro brutto.
- 2. Liga: In der 2. Liga lag das monatliche Fixum im Median bei rund 2.200 Euro brutto. Viele Spieler können davon nur schwer allein leben.
- Mindestgehalt: Für Profifußballer in der Bundesliga und 2. Liga gilt ein Kollektivvertrag. Das Mindestgehalt steigt stufenweise und liegt ab 1. Juli 2025 bei 1.800 Euro brutto.
- Amateurfußball: In Regionalliga, Landesliga und Unterhaus gibt es meist keine klassischen Profi-Gehälter, sondern Prämien, Fahrtgeld oder Aufwandsentschädigungen.
- Trainer: Trainergehälter sind selten öffentlich. Im Profifußball sind feste Monatsgehälter üblich, im Amateurbereich oft kleine Pauschalen.
- Schiedsrichter: Ein Bundesliga-Schiedsrichter erhält laut veröffentlichten Angaben rund 1.600 Euro pro Spiel, in der 2. Liga rund 900 Euro.
Warum Fußball-Gehälter in Österreich schwer vergleichbar sind
Viele Menschen denken bei Fußball sofort an Millionengehälter. In Österreich stimmt dieses Bild aber nur für wenige Spitzenverdiener. Der Großteil der Spieler, Trainer und Schiedsrichter bewegt sich in einem deutlich niedrigeren Bereich.
Ein Problem beim Vergleich: Es gibt nicht „das eine Fußball-Gehalt“. Entscheidend sind Liga, Verein, Vertragsart, Alter, Rolle im Team, Einsatzzeit, Prämien, Sponsoren, Nebenjobs und sportlicher Marktwert. Außerdem wird oft brutto, netto, monatlich, jährlich oder pro Spiel gerechnet. Das führt schnell zu falschen Eindrücken.
Dieser Beitrag erklärt deshalb die wichtigsten Bereiche getrennt: Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Frauenfußball und Amateurfußball. Einen allgemeinen Einstieg in die Struktur des Fußballs bietet zusätzlich der Beitrag Fußball in Österreich: Vereine, Ligen, Kosten und Einstieg.
Was verdienen Fußballspieler in Österreich?
Bei Spielern ist die Spanne am größten. Ein Stammspieler bei einem Topklub der Bundesliga verdient deutlich mehr als ein junger Ersatzspieler in der 2. Liga. Ein Regionalliga-Spieler bekommt oft nur eine Pauschale, während viele Unterhaus-Spieler gar kein fixes Geld erhalten.
| Bereich | Typische Orientierung | Einordnung |
|---|---|---|
| Bundesliga | Median laut VdF-Erhebung rund 8.000 Euro brutto Fixum pro Monat. | Stammspieler und Topspieler können deutlich darüber liegen, junge Spieler oder Ergänzungsspieler darunter. |
| 2. Liga | Median laut VdF-Erhebung rund 2.200 Euro brutto Fixum pro Monat. | Für viele Spieler ist ein Nebenjob oder eine zweite Perspektive wichtig. |
| Junge Zweitliga-Spieler | Bei U20-Spielern wurde ein Median von rund 1.800 Euro brutto pro Monat genannt. | Gerade junge Profis stehen oft am unteren Ende der Gehaltsskala. |
| Regionalliga | Häufig Aufwandsentschädigungen oder monatliche Beträge von wenigen hundert bis mehreren tausend Euro. | Stark abhängig von Verein, Region, Sponsoren und sportlichem Ziel. |
| Landesliga | Oft kleine Pauschalen, Fahrtgeld, Punkteprämien oder geringe Monatsbeträge. | Nur wenige Spieler können davon leben. |
| Unterhaus | Meist kein echtes Gehalt, sondern gelegentlich Prämien, Spritgeld oder kleine Aufwandsentschädigungen. | Der Fußball ist hier überwiegend Hobby, Vereinsleben und Nebenbeschäftigung. |
Bundesliga-Gehälter in Österreich
Die höchsten Gehälter im österreichischen Fußball werden in der Bundesliga gezahlt. Trotzdem ist die Liga nicht mit Deutschland, England, Spanien oder Italien vergleichbar. Österreichische Topklubs können gute Gehälter zahlen, aber die Budgets sind viel kleiner als in den großen europäischen Ligen.
Das monatliche Fixum von rund 8.000 Euro brutto im Median zeigt: Bundesliga-Profis verdienen in Österreich gut, aber nicht automatisch Millionen. Dazu kommen oft Punkteprämien, Einsatzprämien, Vertragsboni, Erfolgszahlungen oder individuelle Vereinbarungen. Bei Topspielern können diese Zusatzbestandteile einen großen Unterschied machen.
Wichtig ist auch: Eine Profikarriere ist kurz. Verletzungen, auslaufende Verträge, Vereinswechsel und Leistungsdruck machen Fußball zu einem unsicheren Beruf. Deshalb sagt ein Monatsgehalt allein wenig darüber aus, wie abgesichert ein Spieler langfristig ist.
Gehälter in der 2. Liga
In der 2. Liga ist der Abstand zur Bundesliga deutlich spürbar. Laut veröffentlichter VdF-Erhebung lag das Fixum im Median bei rund 2.200 Euro brutto pro Monat. Für junge Spieler kann dieser Wert sogar darunter liegen.
Das bedeutet: Viele Zweitliga-Spieler leben zwar professionell, verdienen aber nicht automatisch genug für langfristige finanzielle Sicherheit. Gerade ältere Spieler, die Familie, Wohnung und Alltag finanzieren müssen, brauchen oft zusätzliche Einnahmen oder planen frühzeitig den nächsten Berufsschritt.
Weitere Tipps zum Thema: Wie viel verdient ein Fußballspieler in Österreich?
Das Mindestgehalt für Profifußballer in Österreich
Für Spieler der österreichischen Bundesliga und 2. Liga gibt es einen Kollektivvertrag. Dieser regelt Mindestbedingungen für Profifußballer. Das ist wichtig, weil dadurch nicht jeder Verein völlig frei bestimmen kann, wie niedrig ein Vollzeitprofi bezahlt wird.
| Zeitraum | Mindestgehalt brutto | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ab 1. Juli 2025 | 1.800 Euro brutto pro Monat | Besonders wichtig für junge Spieler und Profis am unteren Ende der Gehaltsskala. |
| Ab 1. Juli 2027 | 1.950 Euro brutto pro Monat | Weitere stufenweise Erhöhung des kollektivvertraglichen Mindestgehalts. |
| Ab 1. Juli 2029 | 2.090 Euro brutto pro Monat | Langfristige Anpassung an gestiegene Lebenshaltungskosten. |
Dieses Mindestgehalt darf nicht mit dem Durchschnittsgehalt verwechselt werden. Viele Bundesliga-Spieler verdienen mehr. Für junge Spieler, Ergänzungsspieler und Teile der 2. Liga ist der Kollektivvertrag aber ein wichtiger Schutz.
Was verdienen Amateurfußballer in Österreich?
Im Amateurfußball gibt es keine einheitlichen Zahlen. Manche Spieler bekommen gar nichts. Andere erhalten Fahrtgeld, Punkteprämien, kleine Monatsbeträge oder eine Aufwandsentschädigung. In ambitionierten Regionalliga- oder Landesliga-Vereinen können einzelne Spieler durchaus spürbare Beträge erhalten.
| Spielklasse | Realistische Orientierung | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Regionalliga | Von kleinen Pauschalen bis zu mehreren tausend Euro pro Monat bei wichtigen Spielern möglich. | Vereine mit Aufstiegsziel zahlen meist mehr als reine Ausbildungs- oder Dorfvereine. |
| Landesliga | Häufig 0 bis etwa 1.000 Euro pro Monat, je nach Verein und Spielerrolle. | Stammspieler, Torjäger oder erfahrene Spieler erhalten eher Geld als junge Ergänzungsspieler. |
| Gebietsliga und Bezirksliga | Oft kleine Beträge, Fahrtgeld oder Punkteprämien. | Der finanzielle Aspekt ist meist zweitrangig, aber nicht immer irrelevant. |
| 1. Klasse, 2. Klasse und darunter | Meist kein regelmäßiges Gehalt. | Hier stehen Hobby, Vereinsleben, Freunde und regionale Identifikation im Vordergrund. |
Gerade im Unterhaus sollte man vorsichtig mit angeblichen Gehaltslisten sein. Viele Beträge sind nicht öffentlich, werden vereinsintern geregelt oder hängen stark von Sponsoren ab. Außerdem ist nicht jede Zahlung ein offizielles Gehalt. Es kann sich auch um Aufwandsersatz, Fahrtgeld oder Prämien handeln.
Was verdienen Fußballtrainer in Österreich?
Trainergehälter sind noch intransparenter als Spielergehälter. Während bei Profiklubs feste Arbeitsverträge üblich sind, arbeiten viele Trainer im Amateurbereich nebenberuflich oder ehrenamtlich. Die Bezahlung hängt stark von Lizenz, Erfahrung, Liga, Trainingsaufwand und sportlicher Verantwortung ab.
| Trainerrolle | Typische Orientierung | Einordnung |
|---|---|---|
| Bundesliga-Cheftrainer | Meist professionelles Jahresgehalt, je nach Verein deutlich unterschiedlich. | Toptrainer verdienen wesentlich mehr als Trainer kleinerer Klubs. |
| 2. Liga-Cheftrainer | Häufig festes Monatsgehalt, aber deutlich unter Bundesliga-Niveau. | Oft verbunden mit hoher Verantwortung und begrenztem Budget. |
| Regionalliga-Trainer | Von kleinen Pauschalen bis zu mehreren tausend Euro pro Monat möglich. | Ambitionierte Vereine zahlen mehr, Ausbildungsvereine weniger. |
| Landesliga- und Unterhaus-Trainer | Oft 100 bis 1.000 Euro pro Monat als Orientierung, teils auch ehrenamtlich. | Der tatsächliche Aufwand ist oft höher als die Bezahlung. |
| Nachwuchstrainer | Sehr unterschiedlich: ehrenamtlich, kleine Pauschale oder bezahlte Tätigkeit im Akademie- und Leistungsbereich. | Qualifikation, Verein und Altersklasse spielen eine große Rolle. |
Warum Trainer oft weniger verdienen, als man denkt
Ein Trainer hat nicht nur die 90 Minuten am Spieltag. Dazu kommen Trainingsplanung, Videoanalyse, Gespräche mit Spielern, Abstimmung mit Funktionären, Gegnerbeobachtung, Elternkommunikation im Nachwuchs und organisatorische Aufgaben. Im Amateurfußball wird dieser Aufwand oft nur teilweise bezahlt.
Gleichzeitig steigt mit der Spielklasse der Druck. Ein Trainer in einer ambitionierten Regionalliga- oder Landesliga-Mannschaft kann deutlich mehr Aufwand haben als ein klassischer Freizeittrainer. Trotzdem bleiben viele Trainergehälter weit entfernt von dem Bild, das man aus internationalen Topligen kennt.
Ergänzend dazu kannst du auf Was verdient ein Fußballtrainer in Österreich? Informationen nachlesen.
Was verdienen Schiedsrichter in Österreich?
Schiedsrichter werden anders bezahlt als Spieler oder Trainer. Meist geht es nicht um ein fixes Monatsgehalt, sondern um eine Gebühr pro Spiel. Dazu können Fahrtkosten, Reisekosten oder Spesen kommen. Wer mehr Spiele leitet oder höherklassig eingesetzt wird, kann entsprechend mehr verdienen.
| Einsatz | Honorar laut veröffentlichten Angaben | Einordnung |
|---|---|---|
| Bundesliga-Schiedsrichter | Rund 1.600 Euro pro Spiel | Spitzenbereich im österreichischen Schiedsrichterwesen. |
| 2. Liga-Schiedsrichter | Rund 900 Euro pro Spiel | Deutlich unter Bundesliga-Niveau. |
| Bundesliga-Assistent | Rund 800 Euro pro Spiel | Assistenten erhalten weniger als der Hauptschiedsrichter. |
| 2. Liga-Assistent | Rund 500 Euro pro Spiel | Abhängig von Einteilung und Anzahl der Einsätze. |
| Vierter Offizieller | Rund 400 Euro pro Spiel | Wichtige Rolle, aber niedriger honoriert als Hauptschiedsrichter und Assistenten. |
| VAR | Rund 810 Euro pro Einsatz | Nur bei entsprechenden Spielen und Qualifikation relevant. |
| VAR-Assistent | Rund 405 Euro pro Einsatz | Zusätzliche technische Rolle im Profifußball. |
Diese Beträge klingen hoch, sind aber nicht automatisch ein fixes Monatsgehalt. Ein Schiedsrichter pfeift nicht beliebig viele Bundesliga-Spiele pro Monat. Dazu kommen Vorbereitung, Reisen, Training, Beobachtungen, Leistungsdruck und die Frage, wie viele Einsätze tatsächlich zugeteilt werden.
Schiedsrichter im ÖFB-Cup
Im ÖFB-Cup hängen die Gebühren von Runde und Paarung ab. Für eine 1. Runde sind beispielsweise niedrigere Sätze vorgesehen als für Spiele zwischen Bundesligisten. Bei Spielen zwischen Vereinen der höchsten Leistungsstufe können deutlich höhere Gebühren anfallen.
| ÖFB-Cup-Einsatz | Gebühr Hauptschiedsrichter | Gebühr Assistent |
|---|---|---|
| 1. Runde | 350 Euro plus Reisekostenersatz | 200 Euro plus Reisekostenersatz |
| Spiel zwischen Vereinen der 1. Leistungsstufe | 1.600 Euro plus Reisekostenersatz | 800 Euro plus Reisekostenersatz |
| Spiel zwischen 1. und 2. Leistungsstufe | 1.350 Euro plus Reisekostenersatz | 675 Euro plus Reisekostenersatz |
| Andere Spiele | 440 Euro plus Reisekostenersatz | 220 Euro plus Reisekostenersatz |
Im Detail: Was verdient ein Schiedsrichter in Österreich?
Was verdienen Fußballerinnen in Österreich?
Im Frauenfußball sind die Gehälter in Österreich deutlich niedriger als im Männer-Profifußball. Viele Spielerinnen können nicht allein vom Fußball leben. Häufig sind Studium, Beruf oder Ausbildung weiterhin notwendig.
Selbst in der höchsten Frauenliga geht es oft nicht um volle Profi-Gehälter, sondern um kleine Monatsbeträge, Aufwandsentschädigungen oder unterstützende Leistungen. Der Unterschied zum Männerfußball ist groß, obwohl Trainingsaufwand, Reisestress und sportliche Anforderungen ebenfalls hoch sein können.
| Bereich | Typische Situation | Einordnung |
|---|---|---|
| Frauen-Bundesliga | Viele Spielerinnen erhalten nur kleine Beträge oder können nicht vom Fußball leben. | Nebenjob, Studium oder Ausbildung bleiben oft notwendig. |
| Topspielerinnen | Bei stärkeren Vereinen sind bessere Zahlungen möglich. | Die Spanne ist groß, aber deutlich niedriger als bei Männern. |
| Amateur- und Nachwuchsbereich | Meist keine echten Gehälter. | Oft stehen Entwicklung, Vereinsbindung und Spielpraxis im Vordergrund. |
Im Detail: Frauenfußball-Gehälter in Österreich.
Brutto, netto, Prämien: Was bei Fußball-Gehältern oft vergessen wird
Wer Fußball-Gehälter vergleicht, sollte immer fragen: Ist der Betrag brutto oder netto? Geht es um ein Fixum oder inklusive Prämien? Werden zwölf Monatsgehälter gezahlt? Gibt es Punkteprämien, Einsatzprämien, Aufstiegsboni oder Sponsorenleistungen?
| Begriff | Bedeutung | Warum wichtig? |
|---|---|---|
| Brutto | Betrag vor Steuern und Abgaben. | Die tatsächliche Auszahlung ist niedriger. |
| Netto | Betrag nach Steuern und Abgaben. | Besser für private Haushaltsplanung, aber selten öffentlich genannt. |
| Fixum | Regelmäßiges Grundgehalt. | Planbarer als Prämien. |
| Punkteprämie | Zusätzliche Zahlung für Punkte oder Siege. | Kann bei erfolgreichen Teams viel ausmachen. |
| Einsatzprämie | Zahlung für tatsächliche Spieleinsätze. | Für Ersatzspieler weniger planbar. |
| Aufwandsentschädigung | Ausgleich für Aufwand, Fahrten oder Zeit. | Nicht immer mit einem normalen Gehalt vergleichbar. |
Warum verdienen Fußballer in Österreich weniger als in Deutschland?
Österreichische Vereine haben im Durchschnitt kleinere Stadien, geringere TV-Erlöse, kleinere Sponsorenmärkte und weniger internationale Vermarktung als große Ligen. Dadurch sind auch die Gehaltsbudgets niedriger.
Ein Spieler in Österreich kann sportlich sehr gut sein und trotzdem deutlich weniger verdienen als ein Spieler in Deutschland, England oder Spanien. Besonders groß ist der Unterschied bei Topspielern, Trainern und Schiedsrichtern. Österreich ist ein professioneller Markt, aber kein finanzieller Riesenmarkt.
Welche Jobs im Fußball bringen neben dem Spielfeld Geld?
Nicht jeder verdient im Fußball als Spieler. Viele arbeiten im Umfeld des Sports und bauen sich dadurch eine langfristigere Perspektive auf.
- Trainer: Vom Nachwuchstrainer bis zum Cheftrainer im Profibereich.
- Torwarttrainer: Spezialrolle mit wachsender Bedeutung.
- Athletiktrainer: Zuständig für Kraft, Schnelligkeit, Belastung und Prävention.
- Videoanalyst: Analysiert Spiele, Gegner, Standardsituationen und individuelle Szenen.
- Sportlicher Leiter: Verantwortlich für Kaderplanung, Transfers und Vereinsstrategie.
- Schiedsrichter: Vom Nachwuchs- und Amateurbereich bis zur Bundesliga.
- Jugendkoordinator: Plant Nachwuchsarbeit, Trainerstruktur und Ausbildungswege.
Gerade für junge Spieler ist das wichtig. Wer nicht dauerhaft vom Fußball leben kann, sollte früh überlegen, welche Ausbildung, Lehre, Schule, Studium oder Zusatzqualifikation zum Sport passt.
Realistische Einschätzung: Wer kann in Österreich vom Fußball leben?
| Personengruppe | Vom Fußball leben? | Realistische Bewertung |
|---|---|---|
| Bundesliga-Stammspieler | Ja, meistens. | Bei längerer Karriere und guter Planung möglich, aber nicht automatisch lebenslange Absicherung. |
| Junger Bundesliga-Spieler | Teilweise. | Abhängig von Vertrag, Spielzeit und Entwicklung. |
| 2. Liga-Spieler | Teilweise, aber oft knapp. | Nebenjob oder Ausbildung bleibt für viele wichtig. |
| Regionalliga-Spieler | Selten vollständig. | Nur einzelne Spieler können mit Fußball einen großen Teil ihres Einkommens erzielen. |
| Unterhaus-Spieler | Nein. | Meist Hobby mit kleinen Zusatzbeträgen. |
| Bundesliga-Trainer | Ja. | Bei Profiklubs handelt es sich in der Regel um hauptberufliche Tätigkeiten. |
| Amateurtrainer | Meist nein. | Oft Nebenjob, Ehrenamt oder geringe Pauschale. |
| Bundesliga-Schiedsrichter | Nur eingeschränkt. | Honorare können hoch sein, aber Einsätze sind begrenzt und nicht wie ein fixes Jahresgehalt planbar. |
Fazit: Fußball-Gehälter in Österreich sind viel normaler, als viele glauben
Fußball kann in Österreich ein gut bezahlter Beruf sein, aber nur für einen kleinen Teil der Menschen im System. Bundesliga-Spieler verdienen im Vergleich zum Durchschnittseinkommen oft gut. In der 2. Liga wird es bereits deutlich enger. Im Amateurfußball geht es meist nicht um echte Gehälter, sondern um Leidenschaft, Verein, Aufwand und kleine finanzielle Anerkennung.
Auch Trainer und Schiedsrichter verdienen sehr unterschiedlich. Wer im Profibereich arbeitet, kann vom Fußball leben. Wer im Unterhaus aktiv ist, macht das meistens neben Beruf, Ausbildung oder Studium. Genau deshalb ist es wichtig, Fußball-Gehälter in Österreich nüchtern einzuordnen und nicht mit internationalen Millionengehältern zu verwechseln.
FAQ: Fußball-Gehälter in Österreich
Wie viel verdient ein Fußballspieler in der österreichischen Bundesliga?
Laut veröffentlichter VdF-Erhebung lag das monatliche Fixum in der österreichischen Bundesliga im Median bei rund 8.000 Euro brutto. Einzelne Topspieler können deutlich mehr verdienen, junge Spieler oder Ergänzungsspieler weniger.
Wie viel verdient ein Spieler in der 2. Liga in Österreich?
In der 2. Liga lag das monatliche Fixum laut VdF-Erhebung im Median bei rund 2.200 Euro brutto. Viele Spieler müssen zusätzlich arbeiten oder früh an eine zweite berufliche Perspektive denken.
Gibt es ein Mindestgehalt für Fußballprofis in Österreich?
Ja. Für Profifußballer in der österreichischen Bundesliga und 2. Liga gilt ein Kollektivvertrag. Ab 1. Juli 2025 beträgt das Mindestgehalt 1.800 Euro brutto pro Monat, ab 2027 steigt es weiter.
Was verdienen Fußballspieler im Unterhaus?
Im Unterhaus gibt es meist kein echtes Gehalt. Manche Spieler bekommen Fahrtgeld, Punkteprämien oder kleine Aufwandsentschädigungen. Viele spielen aber ohne Bezahlung.
Was verdient ein Fußballtrainer in Österreich?
Das hängt stark von Liga und Verein ab. Im Profifußball sind feste Gehälter üblich. Im Amateurbereich erhalten Trainer oft nur kleine Pauschalen oder arbeiten ehrenamtlich.
Was verdient ein Bundesliga-Schiedsrichter in Österreich?
Ein Bundesliga-Schiedsrichter erhält laut veröffentlichten Angaben rund 1.600 Euro pro Spiel. In der 2. Liga liegt der Betrag bei rund 900 Euro pro Spiel.
Können Fußballerinnen in Österreich vom Fußball leben?
Viele Fußballerinnen in Österreich können nicht allein vom Fußball leben. Häufig sind Beruf, Studium oder Ausbildung zusätzlich notwendig, auch wenn der Frauenfußball professioneller wird.
Sind Fußball-Gehälter brutto oder netto gemeint?
Öffentlich genannte Gehälter sind meistens brutto. Das tatsächliche Netto hängt von Steuern, Abgaben, Vertragsform und weiteren Einkünften ab.
Quellen
- LAOLA1: VdF-Erhebung zu Profifußballer-Gehältern in Österreich
- sportsbusiness.at: Neuer Kollektivvertrag im österreichischen Fußball
- kicker: Anpassung des Kollektivvertrags in Österreich
- VdF: Kollektivvertrag für Profifußballer
- oe24: Schiedsrichter-Honorare in Österreich
- ÖFB: Schiedsrichter-Gebühren- und Besetzungsordnung
- LAOLA1: Finanzielle Situation von Bundesliga-Spielerinnen
- ÖFB: Trainerausbildung in Österreich

















