Der TSV Egger Glas Hartberg hat in der sechsten Runde der Admiral Bundesliga einen bereits sicher geglaubten Auswärtssieg bei der WSG Tirol aus der Hand gegeben. Nach einer komfortablen 2:0-Führung zur Halbzeit musste sich die Mannschaft von Trainer Markus Schopp am Ende mit einem 2:2-Remis begnügen. Murat Satin verwandelte in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter und verhinderte damit den dritten Hartberger Erfolg in Serie. Beide Teams blieben dadurch im vierten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen.
In der Tabelle liegen die beiden Mannschaften weiterhin dicht beieinander. Die WSG Tirol steht nach sechs gespielten Runden mit acht Punkten auf dem fünften Platz, Hartberg folgt mit einem Zähler Rückstand auf Rang sechs.
Hartberg dominiert die erste Hälfte
Vor spärlich gefüllten Rängen im Innsbrucker Tivoli Stadion entwickelte sich zunächst ein offenes Spiel, ehe Hartberg früh in Führung ging. Oliver Lukic, der von Salzburg ausgeliehen wird, erzielte in der 14. Minute nach einem Freistoß seinen ersten Bundesliga-Treffer überhaupt. WSG-Torhüter Salko Hamzic hinterließ bei der Gegentor-Situation keinen souveränen Eindruck.
Die Wattener bemühten sich in der Folge um mehr Ballbesitz, wobei Matthäus Taferner bei seinem ersten Startelf-Einsatz nach seinem Comeback als zentrale Figur im Spielaufbau fungierte. Zwingende Torchancen blieben jedoch rar. Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Michael Olakigbe, der aus spitzem Winkel an Hartbergs Schlussmann Armin Pecsi scheiterte. Kurz vor der Pause schlug Hartberg erneut zu: Marco Hoffmann verlängerte einen Freistoß von Kainz per Fuß zum 0:2 ins Tor.
WSG Tirol kämpft sich zurück ins Spiel
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Defensive der Steirer zunächst kompromisslos. In der 65. Minute klärte Konstantin Schopp, Sohn des Hartberger Trainers, einen Ball von der Torlinie. Kurz darauf war erneut Pecsi zur Stelle, um eine weitere Gefahrensituation zu entschärfen. Beinahe hätte Hartberg das dritte Tor nachgelegt, doch Schopp scheiterte nach einer Ecke per Kopfball an Hamzic.
Der Anschlusstreffer für die Tiroler fiel schließlich in der 72. Minute durch Lukas Hinterseer, der nach einem Eckball wuchtig einköpfte. Damit entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der Hartbergs Abwehr zunehmend unter Druck geriet. Trotz mehrerer brenzliger Strafraumszenen hielt die Defensive der Gäste zunächst stand.
Satin trifft in letzter Minute per Elfmeter
Erst in der Nachspielzeit fiel die Entscheidung: Lukic brachte im eigenen Strafraum Thomas Sabitzer zu Fall, Schiedsrichter Untergasser entschied auf Elfmeter. Murat Satin, der erst kurz zuvor eingewechselt worden war, verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:2-Endstand und sorgte für Jubel auf der nur spärlich besetzten Haupttribüne.
Für die WSG Tirol bedeutete der späte Ausgleich einen wichtigen Punktgewinn, während Hartberg zwei Zähler liegen ließ, die angesichts der zwischenzeitlichen Führung greifbar erschienen. Beide Mannschaften bleiben damit in der laufenden Saison ungeschlagen und dürfen sich in der Tabelle berechtigte Hoffnungen auf weitere gute Platzierungen machen. Wie sich die Formkurven beider Teams in den kommenden Runden der Admiral Bundesliga entwickeln, wird sich zeigen.

















