Laura Stigger hat bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft im italienischen Val di Sole den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere gefeiert. Die 25-jährige Tirolerin gewann am Donnerstag den Short-Track-Bewerb über zehn Kilometer und sicherte sich damit bereits ihren dritten WM-Titel. Zuvor hatte sie bereits Juniorinnen-Gold im Cross-Country sowie im Straßenrennen errungen.
Der Bewerb in Val di Sole entwickelte sich zu einem packenden Rennen, in dem Stigger durchgehend in der Spitzengruppe mitfuhr. Erst im Zielsprint fiel die Entscheidung, wobei sich die Österreicherin in einem Fotofinish gegen die Britin Evie Richards durchsetzte. Bronze ging an die Schweizerin Sina Frei. Besonders bemerkenswert war der Schlussspurt: Stigger ging als Letzte in die finale Kurve, ehe sie sich auf der Zielgeraden noch auf den ersten Platz vorschob.
Emotionaler Moment nach dem Zielsprint
Nach dem Rennen zeigte sich die Tirolerin sichtlich gerührt von ihrem Erfolg. Sie erklärte, ihr fehlten schlicht die Worte für diesen Moment. Die vergangenen Wochen seien nicht einfach gewesen, doch sie habe viel Unterstützung erfahren. Das Rennen selbst sei enorm schnell gewesen, sagte Stigger und beschrieb die Gänsehaut, die sie noch immer verspüre, wenn sie daran denke, als Letzte in die Schlusskurve gegangen und schließlich als Erste ins Ziel gekommen zu sein. Sie habe sich am Start vorgenommen, bei Schmerzen in den Beinen einfach noch stärker in die Pedale zu treten. Nun wolle sie den Erfolg in vollen Zügen genießen.
Der Titel in Val di Sole ist für Stigger nicht der erste an diesem Ort. Bereits vor neun Jahren hatte sie dort ihren ersten Juniorinnen-WM-Titel gewonnen und zudem U23-WM-Silber hinter Mona Mitterwallner geholt. Damit schließt sich für die Tirolerin an diesem Austragungsort ein besonderer Kreis.
Hettegger überzeugt im Cross-Country der Junioren
Bereits vor dem Erfolg von Stigger hatte Michael Hettegger für einen österreichischen Erfolg in Val di Sole gesorgt. Der 17-Jährige sicherte sich Silber im Cross-Country-Bewerb der Junioren und musste sich nach knapp einstündiger Fahrzeit lediglich dem Australier Connor Wright geschlagen geben, der ihm um 1:16 Minuten enteilte. Für Hettegger ist es bereits die zweite internationale Medaille in kurzer Zeit, nachdem er erst kürzlich auch bei der Europameisterschaft Silber gewonnen hatte.
Nächster Auftritt im Cross-Country steht bevor
Für Laura Stigger geht es bei der Weltmeisterschaft in Val di Sole bereits am Sonntag weiter. Um 13.00 Uhr tritt sie im olympischen Cross-Country-Bewerb an, in dem sie sich die nächste Chance auf eine WM-Medaille erhofft. Die Tirolerin zeigte sich in dieser Disziplin bereits während der laufenden Saison in starker Form und stand dabei ebenfalls auf dem Podest.
Österreich ist bei der Weltmeisterschaft in Val di Sole insgesamt mit einem großen Aufgebot vertreten. Zählt man sämtliche Bewerbe der Junioren, der U23-Klasse sowie der Elite zusammen, stehen 14 männliche und acht weibliche Athletinnen und Athleten im österreichischen Team. Nach den Erfolgen von Stigger und Hettegger ruhen nun weitere Hoffnungen auf zusätzliche Medaillen in den kommenden Bewerbstagen.

















