Luca Karl scheitert bei Freiwasser-EM im Halbfinale des Sprints

Dieses Thema Freunden empfehlen

Bei der Schwimm-Europameisterschaft in Paris ist für Langstreckenschwimmer Luca Karl der Freiwasser-K.-o.-Sprint im Halbfinale zu Ende gegangen. Der Salzburger schaffte es am Freitag nicht, sich für die Medaillenentscheidung zu qualifizieren, nachdem er im Vorlauf über 1.500 Meter als Siebenter noch problemlos weitergekommen war. Im anschließenden Semifinale über 1.000 Meter belegte Karl in seinem Lauf den achten Platz und verpasste damit den Einzug ins Finale.

Für die Medaillenentscheidung über 500 Meter qualifizierten sich jeweils die besten fünf Athleten aus den beiden Halbfinalläufen. Karl fehlten darauf lediglich 0,6 Sekunden. Den Europameistertitel im Freiwasser-Sprint sicherte sich letztlich der Ungar David Betlehem.

Nur ein halber Armzug fehlte

Der leicht angeschlagene Karl zeigte sich nach dem Rennen sichtlich betroffen über die knappe Entscheidung. „Es ist natürlich ein wenig bitter, weil nur ein halber Armzug gefehlt hat, dass wir ins Finale schwimmen“, kommentierte der Salzburger das Ergebnis. Trotz der knappen Verpassung des Finaleinzugs zog er eine insgesamt positive Bilanz seiner bisherigen Auftritte bei dieser Europameisterschaft in Paris.

Positive Gesamtbilanz trotz Enttäuschung im Sprint

Karl, der bei der Weltmeisterschaft bereits einen fünften Platz erschwommen hatte, konnte bei der EM auch über die olympische Distanz von zehn Kilometern überzeugen und belegte dort Rang acht. Über die fünf Kilometer lange Strecke wurde der Salzburger Neunter. Diese Resultate ordnete er als gelungene Umsetzung seiner Vorbereitung ein.

„Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir auch umgesetzt“, erklärte Karl zu seiner bisherigen EM-Ausbeute im Freiwasserschwimmen. Er räumte ein, dass nicht jeder Wettkampf nach Plan verlaufen könne, zeigte sich aber mit der Gesamtleistung zufrieden. „Wenn es immer so leicht und erfolgreich gehen würde, wäre es schön. Aber ich bin sehr happy“, so der Langstreckenschwimmer weiter.

Siehe auch  Wie funktioniert die Vierschanzentournee

Fokus richtet sich auf die Beckenbewerbe

Nach dem Abschluss der Freiwasserbewerbe wird sich Karl in der kommenden Woche auf die Beckenwettbewerbe der Europameisterschaft konzentrieren. Dort stehen für den Salzburger die Strecken über 800 und 1.500 Meter auf dem Programm. Angesichts der intensiven Belastung durch die Freiwasserrennen kündigte Karl an, sich zunächst regenerieren zu wollen.

„Momentan bin ich sehr leer. Jetzt schaue ich, dass ich mich in den nächsten Tagen gut erholen kann, damit ich im Becken auch an meine Zielzeiten anknüpfen kann“, sagte Karl im Hinblick auf die kommenden Wettkämpfe. Die Erholungsphase soll ihm dabei helfen, für die Langstreckenbewerbe im Schwimmbecken wieder die nötige Frische aufzubauen.

Mit den Ergebnissen aus dem Freiwasserschwimmen hat Karl bereits gezeigt, dass er zur europäischen Spitze auf den langen Distanzen zählt. Ob ihm auch im Becken über 800 und 1.500 Meter eine Bestätigung dieser Form gelingt, wird sich im weiteren Verlauf der Europameisterschaft in Paris zeigen. Die kommenden Rennen im Becken bieten dem Salzburger eine weitere Gelegenheit, an seine bisherigen internationalen Erfolge anzuknüpfen und seine Ausnahmestellung im heimischen Schwimmsport zu unterstreichen.

Beitrag teilen