Beim Sandplatz-Challenger in Tulln ist das österreichische Einzel-Aufgebot ausgeschieden. Lukas Neumayer verlor sein Match gegen den Brasilianer Joao Reis da Silva und war damit der letzte verbliebene Österreicher im Einzelbewerb des Turniers. Der 24-jährige Salzburger, in der ATP-Weltrangliste an Position 191 geführt, musste sich nach 1:28 Stunden Spielzeit mit 6:7 (4/7) und 4:6 geschlagen geben.
Damit verpasste Neumayer den Einzug ins Halbfinale des Challenger-Turniers. Sein Gegner Da Silva, aktuell auf ATP-Rang 282 notiert, setzte sich in einem umkämpften Duell durch, obwohl Neumayer als Nummer fünf des Turniers gesetzt war.
Enger erster Satz endet im Tiebreak
Der erste Satz zwischen den beiden Spielern verlief lange ausgeglichen. Weder Neumayer noch Da Silva konnten sich eine Breakchance erspielen, sodass die Entscheidung im Tiebreak fallen musste. Dort hatte Neumayer zunächst einen Satzball zur Verfügung, konnte diesen jedoch nicht nutzen. Im weiteren Verlauf des Tiebreaks behielt schließlich Da Silva mit 7:4 die Oberhand und sicherte sich den ersten Durchgang.
Frühes Break reicht nicht zum Satzgewinn
Im zweiten Satz sah es zunächst nach einer Wende aus: Neumayer gelang ein Break zum 3:1, wodurch er die Kontrolle über den Durchgang übernahm. Der Salzburger konnte dieses Momentum jedoch nicht bestätigen. Da Silva steigerte sich in der Folge merklich und gewann fünf Spiele in Serie, womit er sich den zweiten Satz mit 6:4 und damit den gesamten Sieg sicherte.
Neumayer sieht starke Returns als entscheidenden Faktor
Im Anschluss an die Partie äußerte sich Neumayer im Interview mit dem ORF zum Spielverlauf. Er bezeichnete sein eigenes Spiel als teilweise gut, verwies jedoch auf die starken Returns seines Gegners, die ihn wiederholt in eine defensive Position gedrängt hätten. Besonders in entscheidenden Momenten der Partie habe Da Silva sein Leistungsniveau steigern können.
„Es war teilweise ein gutes Match von mir, aber er hat starke Returns gespielt, da war ich dann in der Defensive“, sagte Neumayer. Weiter erklärte er: „Bei wichtigen Punkten hat er richtig gut gespielt. Es ist eine bittere Niederlage für mich. Natürlich hätte ich mir mehr erhofft. Ich bin teilzufrieden mit dem Turnier.“
Nächster Auftritt im Davis Cup gegen Belgien
Für Neumayer folgt nach dem Ausscheiden in Tulln bereits der nächste sportliche Termin. Der Salzburger ist Teil des österreichischen Teams, das im Davis Cup in Wien gegen Belgien antritt. Die Partie mit österreichischer Beteiligung wurde für Freitag angesetzt und war ab 12.45 Uhr live in ORF1 zu verfolgen.
Mit dem Ausscheiden in Tulln endet für Neumayer ein Turnier, das er selbst als durchwachsen einstufte. Während der Sandplatz-Challenger in Niederösterreich nun ohne österreichische Beteiligung im Einzelbewerb weitergeht, richtet sich der Fokus des Salzburgers unmittelbar auf die Davis-Cup-Begegnung in Wien. Dort bietet sich für ihn die Gelegenheit, im Teambewerb für das österreichische Nationalteam Akzente zu setzen und die Enttäuschung von Tulln hinter sich zu lassen.

















