Maximilian Ritscher wird künftig Teil des Trainerteams von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick. Der 32-Jährige übernimmt im Rahmen der Teamlehrgänge der österreichischen Nationalmannschaft die Rolle des Assistenztrainers und soll dabei seinen Schwerpunkt auf Standardsituationen legen. Ritscher ergänzt damit den bestehenden Stab rund um Stefan Ösen und Onur Cinel.
Mit der neuen Aufgabe folgt Ritscher auf Lars Kornetka, der das ÖFB-Team verlassen hat und inzwischen als Cheftrainer beim deutschen Zweitligisten Eintracht Braunschweig tätig ist. Für Ritscher bedeutet die Berufung eine zusätzliche Verantwortung neben seiner bisherigen Tätigkeit im Vereinsfußball.
Doppelfunktion beim LASK und im Nationalteam
Ritscher bleibt weiterhin fixer Bestandteil des Trainerteams beim LASK, wo er aktuell als Kotrainer von Cheftrainer Dietmar Kühbauer arbeitet. Diese Funktion bei den Linzern wird er parallel zu seiner neuen Rolle im ÖFB-Trainerstab ausüben. Ritscher ist bei den Oberösterreichern kein Unbekannter, sondern seit längerer Zeit fest im sportlichen Umfeld des Klubs verankert.
Bereits zweimal war er beim LASK interimistisch als Cheftrainer im Einsatz, ehe der Verein jeweils neue Chefcoaches verpflichtete. Nach der Ära als Interimscoach kehrte Ritscher jedes Mal in die Rolle des Assistenten zurück. Zunächst übernahm Joao Sacramento das Cheftraineramt, ehe später Dietmar Kühbauer als Chefcoach installiert wurde. In beiden Fällen ordnete sich Ritscher wieder in die zweite Reihe ein und unterstützte die jeweiligen Cheftrainer als Co-Trainer.
Standardsituationen als neuer Schwerpunkt
Im ÖFB-Trainerteam soll sich Ritscher künftig gezielt um den Bereich Standardsituationen kümmern. Damit übernimmt er einen klar definierten Aufgabenbereich innerhalb des Betreuerstabs von Ralf Rangnick, der als Teamchef die sportliche Gesamtverantwortung für die österreichische Nationalmannschaft trägt. Neben Ritscher gehören auch Stefan Ösen und Onur Cinel weiterhin zum engeren Trainerkreis rund um Rangnick.
Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Nationalteam ist im österreichischen Fußball keine Seltenheit, dennoch stellt die Doppelbelastung für Ritscher eine organisatorische Herausforderung dar. Er wird während der Teamlehrgänge des Nationalteams seine Aufgaben beim LASK ruhen lassen müssen, um sich voll auf die Arbeit mit der Nationalmannschaft konzentrieren zu können.
Kontinuität im ÖFB-Trainerstab
Mit der Verpflichtung von Ritscher setzt der ÖFB auf eine Personalie, die bereits mit der österreichischen Fußballlandschaft vertraut ist und Erfahrung sowohl im Verein als auch in verantwortungsvollen Trainerpositionen mitbringt. Die Personalentscheidung fällt in eine Phase, in der der Trainerstab rund um Ralf Rangnick nach dem Abgang von Lars Kornetka neu zusammengestellt werden musste.
Kornetka wechselte in den deutschen Profifußball und ist mittlerweile als Cheftrainer bei Eintracht Braunschweig tätig, das in der 2. Bundesliga spielt. Für den ÖFB bedeutete dieser Wechsel die Notwendigkeit, die Position im Trainerteam neu zu besetzen. Mit Ritscher fiel die Wahl auf einen Trainer, der aktuell im österreichischen Bundesliga-Betrieb aktiv ist und sich dort bereits in verschiedenen Rollen bewährt hat.
Wie sich die Doppelfunktion zwischen LASK und Nationalteam langfristig gestalten wird, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen, insbesondere während der nächsten Länderspieltermine, wenn Ritscher erstmals offiziell als Teil des Trainerstabs von Ralf Rangnick in Erscheinung treten wird.

















