Österreich ist bei der WM 2026 ausgeschieden — aber diese Weltmeisterschaft bleibt historisch: Die erste WM-Teilnahme seit 1998 endete im Sechzehntelfinale gegen Europameister Spanien. Was Österreich geleistet hat, was das Team verdient und was jetzt kommt.
Das ÖFB-Team unter Ralf Rangnick hat bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit 28 Jahren stand Österreich wieder bei einer Weltmeisterschaft — und zum ersten Mal seit 1954 in der K.-o.-Phase. Das Aus gegen Spanien im Sechzehntelfinale tut weh, aber die Leistungen in diesem Turnier verdienen Respekt.
Ist Österreich ausgeschieden?
Ja, Österreich ist nach der Niederlage gegen Spanien im Sechzehntelfinale der WM 2026 ausgeschieden. Das Spiel fand am 2. Juli 2026 im SoFi Stadium in Los Angeles statt.
Das Aus gegen den amtierenden Europameister war erwartet — Spanien galt als haushoher Favorit und schloss die Gruppenphase als Sieger der Gruppe H ohne ein einziges Gegentor ab. Österreich dagegen hatte seinen Platz im Sechzehntelfinale erst in der 97. Minute durch Sasa Kalajdzics Treffer zum 3:3 gegen Algerien gesichert. Dieser Kampfgeist zeichnet dieses österreichische Team aus.
Was hat Österreich bei der WM 2026 geleistet?
Österreich bestritt vier Spiele bei der WM 2026: ein Sieg (3:1 gegen Jordanien), eine Niederlage (0:2 gegen Argentinien), ein Remis (3:3 gegen Algerien) und die Niederlage gegen Spanien im Sechzehntelfinale — insgesamt 7 erzielte Tore in 4 Spielen.
Die wichtigsten Meilensteine dieser WM für Österreich:
- Erste WM-Teilnahme nach 28 Jahren (seit 1998 in Frankreich)
- Erste K.-o.-Phase-Teilnahme seit 1954 (damals Platz 3 in der Schweiz)
- Dramatischstes Spiel: 3:3 gegen Algerien in der 97. Minute
- 7 Tore in der Gruppenphase
- Kapitän David Alaba führte das Team nach langer Verletzungspause zurück auf die große Bühne
Was verdient Österreich für die WM-Teilnahme 2026?
Die FIFA schüttet bei der WM 2026 insgesamt 1 Milliarde US-Dollar Preisgeld aus. Für den Einzug ins Sechzehntelfinale (K.-o.-Phase) erhält Österreich einen deutlich höheren Betrag als ein reines Gruppenphase-Team — die genaue Summe wird von der FIFA nach dem Turnier kommuniziert.
Wie sich das Preisgeld auf ÖFB, Vereine und Spieler aufteilt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel: Was verdienen Fußballspieler bei der WM 2026? und Was bekommen Vereine für WM-Spieler?
Wann spielt Österreich wieder bei einer WM?
Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft findet 2030 statt (Austragungsort noch nicht final fixiert). Die WM-Qualifikation für Europa beginnt voraussichtlich 2028/2029. Österreich muss sich erneut über die UEFA-Qualifikation für die WM 2030 qualifizieren.
Die Hoffnung ist groß: Mit einer jungen Mannschaft im Kern und Ralf Rangnick als Teamchef (dessen Vertrag sich bei WM-Qualifikation automatisch verlängerte) ist die Basis für eine weitere WM-Teilnahme gelegt. Der Kader von 2026 ist im Schnitt jung — viele Spieler sind beim nächsten Turnier auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.
Was waren die besten Momente Österreichs bei der WM 2026?
Der emotionalste Moment war zweifellos die 97. Minute gegen Algerien: Sasa Kalajdzic trifft zum 3:3 und rettet Österreich in die K.-o.-Phase. Das Stadion in Kansas City explodierte, Bundespräsident Van der Bellen hatte kurz zuvor noch die österreichischen Eltern gebeten, ihre Kinder länger aufbleiben zu lassen.
Weitere Highlights: Der überzeugenden 3:1-Auftaktsieg gegen Jordanien, der das Selbstvertrauen für das Turnier legte. Die tapfere Leistung gegen Weltmeister Argentinien trotz der 0:2-Niederlage. Und das Sechzehntelfinale gegen Spanien selbst — auch im Ausscheiden zeigte Österreich, dass es auf dieser Bühne mithalten kann.
War diese WM ein Erfolg für Österreich?
Ja — gemessen an den Erwartungen ist diese WM ein historischer Erfolg. Das Minimalziel war die Qualifikation; das Erreichen des Sechzehntelfinals übertraf alle Vorgaben des ÖFB. Für ein Team, das 28 Jahre nicht bei einer WM war, ist das Auftreten in der K.-o.-Phase gegen Europameister Spanien ein starkes Signal.
Rangnick selbst hatte vor dem Turnier betont, dass allein die WM-Qualifikation ein Erfolg sei. Jetzt, mit vier gespielten Partien und sieben Toren, kann der ÖFB auf einem soliden Fundament für 2030 aufbauen. Die österreichische Fußballnation hat sich zurückgemeldet.
Was ist der WM-Modus 2026 und wie kam Österreich weiter?
Die WM 2026 hat mit 48 Mannschaften ein neues Format: 12 Gruppen mit je 4 Teams, die beiden Ersten jeder Gruppe sowie die 8 besten Gruppendritten steigen in das neu eingeführte Sechzehntelfinale auf. Österreich sicherte sich als Zweiter der Gruppe J den direkten Aufstieg — wenn auch erst in letzter Sekunde. Den WM-Modus 2026 vollständig erklärt findest du hier: WM 2026 Modus einfach erklärt.
Fazit: Danke, Österreich — eine unvergessliche WM
Das Ausscheiden gegen Spanien ist das Ende eines historischen Abenteuers. Österreich war nach 28 Jahren wieder dabei, hat die K.-o.-Phase erreicht, gegen Europameister Spanien gespielt und sieben Tore in vier Spielen erzielt. Diese WM 2026 geht in die österreichische Fußballgeschichte ein — und macht Lust auf mehr. Bis zur nächsten Qualifikation.
















