Olimpischer Februar, große Bühne: Von 6. bis 22. Februar 2026 steigen die Winterspiele „Milano Cortina 2026“ in Italien.
Österreich reist mit einem großen Gesamtteam an – und im Skisport ist die Bandbreite besonders spannend: von etablierten Medaillenkandidat:innen bis zu Namen, die bei Olympia erst richtig explodieren können.
Damit du bei der Flut an Bewerben sofort weißt, wer wann und warum wichtig ist, findest du hier die wichtigsten Fakten, die echten Skistars und eine klare Orientierung, wie du die Bewerbe am schlauesten verfolgst.
| Fakt | Kurz erklärt |
|---|---|
| Zeitraum | 6.–22. Februar 2026 |
| Alpin-Orte | Frauen in Cortina d’Ampezzo, Männer in Bormio |
| Österreich (gesamt) | 115 nominierte Athlet:innen (52 Frauen, 63 Männer) |
| ÖSV-„Ski“-Kern | 22 Alpin + 8 Skispringen + 8 Langlauf + 3 Nordische Kombination + Skicross/Freestyle/Skibergsteigen |
Aktuelle Fakten 2026: Was für Österreichs Skistars jetzt zählt
1) Italien ist ein „Mehr-Orte“-Olympia. Das beeinflusst alles: Höhe, Schnee, Wind, Anreise, Rhythmus. Gerade im Skisport kann das kleine Vorteile zu großen Ergebnissen machen.
2) Alpin ist klar getrennt. Offiziell werden die Frauenrennen in Cortina d’Ampezzo ausgetragen, die Männerrennen in Bormio. Für dich als Zuschauer heißt das: andere Hänge, anderer Charakter, andere Favoritenlogik.
3) Österreichs offizielles Zielbild ist selbstbewusst. ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer formulierte es so: Österreich könne „mit breiter Brust“ auftreten – mit arrivierten Medaillenkandidat:innen und Newcomern. Als Benchmark nannte er Peking 2022 (18 Medaillen) und sagte, die Anzahl der Medaillen sollte wieder erreichbar sein.
4) Wichtig: „Nominiert“ heißt sehr viel – aber Startlisten bleiben dynamisch. Auch kurz vor Olympia können Verletzungen, Erkrankungen oder taktische Entscheidungen einzelne Starts verändern. Für dich ist daher entscheidend: Wer ist im Kader, und wer ist für welche Bewerbe realistisch „gesetzt“.
Österreichs Skistars: Diese Namen solltest du 2026 wirklich kennen
Ski Alpin Damen (Cortina): Speed, Technik und Nervenstärke
Im Frauen-Team steckt eine Mischung aus Speed-Power, Technik-Finesse und Athletinnen, die bei Druck eher besser werden. Diese Namen sind offiziell nominiert:
- Nina Astner
- Stephanie Brunner
- Katharina Gallhuber
- Lisa Hörhager
- Katharina Huber
- Cornelia Hütter
- Nina Ortlieb
- Mirjam Puchner
- Ariane Rädler
- Julia Scheib
- Katharina Truppe
So schaust du Alpin in Cortina smart: Achte auf das Zusammenspiel aus Linie und „Fehlerfreiheit“. In Olympia zählen nicht nur Zwischenzeiten, sondern vor allem ein Lauf, der ohne grobe Patzer durchgeht. Wer in den ersten Sektoren sauber bleibt, wird oft hinten raus schneller, weil weniger Korrekturen nötig sind.
Ski Alpin Herren (Bormio): Tempo, Aggressivität und ein Hang, der nichts verzeiht
Bei den Männern ist Bormio die Bühne – und Österreich bringt dafür ein tief besetztes Team. Offiziell nominiert sind:
- Stefan Babinsky
- Stefan Brennsteiner
- Manuel Feller
- Lukas Feurstein
- Patrick Feurstein
- Fabio Gstrein
- Raphael Haaser
- Daniel Hemetsberger
- Vincent Kriechmayr
- Michael Matt
- Marco Schwarz
Worauf du achten solltest: In Bormio gewinnen oft Athleten, die aggressiv fahren, aber nicht „überziehen“. Wenn jemand im Mittelteil beginnt, sichtbar zu „rudern“, wird es meist teuer. Ein olympischer Lauf fühlt sich häufig an wie: mutig, aber kontrolliert.
Die große Olympia-Story im Alpin: Wer fehlt – und warum das wichtig ist
Olympia ist auch Auswahl. ORF berichtete explizit, dass Johannes Strolz nicht berücksichtigt wurde und Ricarda Haaser im Alpinteam fehlt, weil sie nach ihrer Verletzung noch nicht wieder auf dem notwendigen Leistungsniveau ist. Das zeigt, wie hart die Kriterien kurz vor den Spielen sind – und warum „Name allein“ bei Olympia nicht reicht.
Skispringen: Vier Chancen bei den Herren, vier bei den Damen – und jede Böe zählt
Skispringen ist Millimeterarbeit und Kopf-Sache. Ein Sprung kann ein Turnier drehen. Österreich ist bei Frauen und Männern jeweils mit vier Athlet:innen nominiert:
Damen:
- Lisa Eder
- Lisa Hirner
- Julia Mühlbacher
- Meghann Wadsak
Herren:
- Stephan Embacher
- Jan Hörl
- Stefan Kraft
- Daniel Tschofenig
So erkennst du „Medaillenform“ im Skispringen: Wenn der Absprung ruhig aussieht (kein „Nachdrücken“), der Ski in der Luft stabil bleibt und die Landung nicht „zittert“, ist das ein sehr starkes Zeichen. Bei Olympia gewinnt oft, wer die Normalität hält, während andere nervös werden.
Nordische Kombination: Drei Namen, aber riesiges Potenzial
In der Kombination entscheidet nicht nur das Springen, sondern vor allem, wie gut der Rückstand im Langlauf „zugelaufen“ werden kann. Nominiert sind:
- Johannes Lamparter
- Stefan Rettenegger
- Thomas Rettenegger
So schaust du Kombination richtig: Schau nach dem Springen nicht nur auf Platzierungen, sondern auf Abstände. Kleine Rückstände sind im Langlauf oft „machbar“, große Rückstände werden zur Jagd gegen die Uhr.
Langlauf: Acht Athlet:innen – und oft unterschätzt, bis es plötzlich zählt
Langlauf wirkt im TV manchmal „gleichförmig“, ist aber taktisch brutal. Die Formkurve ist entscheidend, ebenso Material und Renneinteilung. Nominiert sind:
Damen:
- Lisa Achleitner
- Katharina Brudermann
- Heidi Bucher
- Magdalena Scherz
- Teresa Stadlober
Herren:
- Michael Föttinger
- Benjamin Moser
- Mika Vermeulen
Was du als Zuschauer beachten solltest: In Massenstarts und Staffel-ähnlichen Situationen sind Positionskämpfe früh wichtig. Wer zu spät nach vorne kommt, verliert oft mehr Zeit durch Stau als durch fehlende Fitness.
Skicross: Wenn ein Lauf alles entscheidet
Skicross ist Chaos mit Regeln. Du brauchst Speed, Instinkt und die Fähigkeit, in direktem Kontakt ruhig zu bleiben. Nominiert sind:
Damen:
- Christina Födermayr
- Sonja Gigler
- Katrin Ofner
Herren:
- Johannes Aujesky
- Christoph Danksagmüller
- Adam Kappacher
- Nicolas Lussnig
So schaust du Skicross effizient: Der Start ist wichtig, aber nicht alles. Entscheidend ist, wer in den Kurven stabil bleibt und nicht „aufmacht“. Viele Rennen werden in der ersten großen Kurve gewonnen – oder verloren.
Freestyle (Ski): Wenn du die spektakulärsten Ski-Momente willst
Freestyle bringt die spektakulärsten Bilder. Hier zählen Mut, Technik und saubere Landungen. Im ÖSV-Aufgebot sind folgende Ski-Freestyle-Athlet:innen nominiert:
- Avital Carroll (Moguls, Dual Moguls)
- Katharina Ramsauer (Moguls, Dual Moguls)
- Lara Wolf (Big Air, Slopestyle)
- Samuel Baumgartner (Halfpipe)
- Julius Forer (Big Air, Slopestyle)
- Matej Svancer (Big Air, Slopestyle)
Worauf du achten solltest: Nicht nur auf „krasse Tricks“. Olympia wird oft von Athlet:innen gewonnen, die sehr hohe Schwierigkeit schaffen, aber gleichzeitig die Landung sicher stehen. Ein Sturz killt in diesen Formaten fast immer die Medaillenchance.
Skibergsteigen: Neu bei Olympia – und Österreich ist dabei
Skibergsteigen feiert 2026 seine olympische Premiere. Das macht es besonders unberechenbar, weil noch weniger „olympische Routine“ existiert. Österreich ist mit zwei Athlet:innen vertreten:
- Johanna Hiemer
- Paul Verbnjak
Warum das spannend ist: In Premieren-Disziplinen entstehen oft die überraschendsten Geschichten. Wer Übergänge sauber löst und seinen Rhythmus trifft, kann mehr gewinnen als der „Papierfavorit“.
So behältst du bei Olympia den Überblick (ohne jeden Tag alles zu schauen)
- Setze dir pro Tag 1–2 Ski-Schwerpunkte: z. B. Alpin + Skispringen oder Langlauf + Skicross.
- Schau zuerst auf die Österreich-Startliste: Sobald du weißt, wer startet, wird der Tag automatisch spannend.
- Merke dir die „Druck-Formate“: Slalom, Skicross, Freestyle-Finale, Skisprung-Entscheidung – dort kippt alles am schnellsten.
- Beobachte frühe Indikatoren: Ruhige Technik, saubere Linie, stabile Landung – das sind die besten Zeichen für einen „guten Tag“.
Offizielle Einschätzung: Was Österreich selbst als Ziel nennt
ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer betonte in offiziellen Statements, Österreich könne „mit breiter Brust“ auftreten: Es gebe etablierte Medaillenkandidat:innen und Newcomer, die überraschen können. Als Benchmark nannte er Peking 2022 und sagte, die Anzahl der Medaillen sollte wieder erreichbar sein. Für dich heißt das: Österreich erwartet nicht nur „gute Auftritte“, sondern messbare Ergebnisse – und genau deshalb lohnt es sich, die genannten Skistars eng zu verfolgen.
FAQ
Wann finden die Olympischen Winterspiele 2026 statt?
Die Spiele laufen von 6. bis 22. Februar 2026.
Warum spricht man von „Milano Cortina 2026“, obwohl viele Bewerbe nicht in Mailand sind?
Weil es ein Mehr-Orte-Konzept ist. Mailand und Cortina sind die Namensgeber, aber mehrere Regionen und Austragungsorte gehören offiziell dazu.
Wo finden die alpinen Ski-Rennen statt?
Offiziell werden die Frauenrennen in Cortina d’Ampezzo ausgetragen, die Männerrennen in Bormio.
Wie groß ist Österreichs Olympiateam 2026?
Österreich hat 115 Athlet:innen nominiert (52 Frauen, 63 Männer).
Welche Skisportarten sind im ÖSV-Aufgebot besonders stark besetzt?
Ski Alpin ist sehr breit aufgestellt (je 11 Damen und Herren). Dazu kommen Skispringen (je 4 Damen und Herren), Langlauf (5 Damen, 3 Herren) sowie die Nordische Kombination (3 Herren). Zusätzlich sind Skicross, Freestyle (Ski) und Skibergsteigen vertreten.
Welche Namen sind die größten „Skistar“-Anker für Österreich?
Im Alpin-Bereich stechen vor allem Cornelia Hütter, Mirjam Puchner, Julia Scheib, Manuel Feller, Vincent Kriechmayr, Marco Schwarz und Stefan Kraft im Skispringen als Zugpferde heraus. Dazu kommen Lamparter in der Kombination sowie Stadlober und Vermeulen im Langlauf.
Kann sich trotz Nominierung noch etwas ändern?
Ja. Kurzfristige Änderungen sind im Spitzensport möglich, etwa durch Erkrankungen, Verletzungen oder taktische Entscheidungen. Die Nominierung ist jedoch die offizielle Basis.
Was ist der beste Tipp, um schnell zu erkennen, ob heute eine Medaille drin ist?
Bei Alpin: saubere Linie ohne große Korrekturen. Beim Skispringen: ruhiger Absprung und stabile Fluglage. Bei Freestyle/Skicross: kontrollierte Risikobereitschaft ohne unnötige Fehler.

















