Österreichs Startelf gegen Jordanien: Wer ersetzt Baumgartner ( nach Verletzung ) ?

Dieses Thema Freunden empfehlen

Österreichs Startelf für das erste WM-Spiel gegen Jordanien ist noch nicht offiziell bestätigt.
Nach Baumgartners Ausfall und Ljubičićs Nachnominierung ist aber klar: Ralf Rangnick muss vor allem im offensiven Zentrum neu sortieren.

Der Auftakt gegen Jordanien ist für Österreich das wichtigste Spiel der Gruppenphase. Nicht, weil Jordanien automatisch einfach wäre, sondern weil Österreich hier die beste Chance auf einen kontrollierten Start hat. Wer in Gruppe J weiterkommen will, sollte nach dem ersten Spieltag nicht sofort unter Druck stehen. Genau deshalb ist die Frage nach der Startelf mehr als eine Personaldebatte.

Das Wichtigste in Kürze – Startelf und Nachnomierung

FrageEinordnung
Wann spielt Österreich gegen Jordanien?Am 17. Juni 2026 um 06:00 Uhr MESZ.
Wo läuft das Spiel?Live im ORF.
Wer fehlt Österreich?Christoph Baumgartner fällt verletzt aus.
Wer wurde nachnominiert?Dejan Ljubičić ersetzt Baumgartner im WM-Kader.
Wer steht im Tor?Alexander Schlager startet als Nummer eins in die WM.
Wer könnte Baumgartners Rolle übernehmen?Am wahrscheinlichsten ist eine Lösung über Sabitzer, Schmid, Wanner oder eine strukturelle Anpassung im Mittelfeld.
Ist Ljubičić direkt ein Startelfkandidat?Eher nicht. Er kommt spät dazu und ist zunächst vor allem eine zusätzliche Mittelfeldoption.

Warum die Startelf gegen Jordanien so wichtig ist

Österreich spielt in Gruppe J gegen Jordanien, Argentinien und Algerien. Argentinien ist der klare Favorit der Gruppe. Algerien wird körperlich und taktisch unangenehm. Jordanien ist deshalb der Gegner, gegen den Österreich sofort eine Grundlage schaffen muss.

Ein Sieg im Auftaktspiel würde die ganze Gruppenphase verändern. Österreich könnte gegen Argentinien mutiger auftreten und hätte vor dem Algerien-Spiel mehr Spielraum. Ein Remis wäre noch kein Drama, aber es würde den Druck deutlich erhöhen. Eine Niederlage wäre ein schwerer Fehlstart.

Alle Eckdaten zum Spiel, zur Uhrzeit und zur Übertragung stehen im Beitrag Österreich gegen Jordanien: Uhrzeit, TV und Public Viewing.

Die Ausgangslage nach Baumgartners Ausfall

Christoph Baumgartner war für Österreich nicht irgendein Spieler. Er war im offensiven Zentrum wichtig für Tiefenläufe, Pressing, Verbindung zum Angriff und Torgefahr. Sein Ausfall verändert die Startelf, auch wenn Rangnick das System nicht komplett umbauen muss.

Baumgartners Rolle lässt sich nicht sauber mit einem einzigen Spieler ersetzen. Österreich muss seine Aufgaben auf mehrere Spieler verteilen. Das betrifft vor allem Marcel Sabitzer, Romano Schmid, Paul Wanner, Michael Gregoritsch, Marko Arnautovic und je nach Variante auch Konrad Laimer.

Was Baumgartner normalerweise bringt

  • Tiefenläufe: Er startet aus dem Mittelfeld in Räume, die Stürmer und Flügelspieler öffnen.
  • Pressing: Er kann Gegner früh anlaufen und Passwege aggressiv schließen.
  • Torgefahr: Er ist nicht nur Verbindungsspieler, sondern auch Abschlussoption.
  • Tempo im Umschalten: Nach Ballgewinn spielt Österreich mit ihm oft direkter nach vorne.
  • Erfahrung im System: Baumgartner kennt Rangnicks Abläufe sehr gut.

Was Ljubičićs Nachnominierung verändert

Dejan Ljubičić macht Österreichs Kader wieder vollständiger. Er ist aber kein direkter Baumgartner-Ersatz. Ljubičić ist eher ein Spieler für das Zentrum, für Balance, Laufarbeit und Absicherung. Er kann helfen, wenn Österreich ein Ergebnis halten oder das Mittelfeld stabilisieren will.

Für die Startelf gegen Jordanien ist seine späte Nachnominierung eher ein Argument gegen einen sofortigen Beginn. Er muss zuerst im Teamcamp ankommen, Trainingsrhythmus bekommen und sich wieder in die Abläufe einfügen. Sein Wert kann im Laufe der Gruppenphase größer werden als im Auftaktspiel selbst.

Die Hintergründe zur Nachnominierung sind im Beitrag Dejan Ljubičić im WM-Kader ausführlich eingeordnet.

Wahrscheinliche Grundordnung gegen Jordanien

Rangnick wird Österreich nicht neu erfinden. Die wahrscheinlichste Basis bleibt eine 4-2-3-1- oder 4-4-2-nahe Struktur. Wichtig ist weniger die Zahl auf dem Papier, sondern die Rollenverteilung: Wer presst vorne? Wer sichert im Zentrum? Wer verbindet die Linien? Wer besetzt den Strafraum?

BereichWahrscheinliche Idee
TorAlexander Schlager als Nummer eins.
AbwehrEine Viererkette mit Alaba als zentraler Führungsfigur oder einer klaren Rolle im Aufbau.
DoppelsechsSeiwald und Xaver Schlager als stabile Basis sind naheliegend.
rechte SeiteLaimer kann außen oder im Mittelfeld Druck erzeugen, je nach Rangnick-Plan.
ZentrumSabitzer wird wichtiger, weil Baumgartners offensive Verbindung fehlt.
AngriffArnautovic, Gregoritsch oder Kalajdzic sind unterschiedliche Lösungen für Strafraumpräsenz.

Variante 1: Die sichere Startelf

Die sichere Variante setzt auf Struktur, Erfahrung und Kontrolle. Österreich würde mit Alexander Schlager im Tor, einer eingespielten Abwehr, Seiwald und Xaver Schlager im Zentrum sowie Sabitzer als zentralem Verbindungsspieler beginnen.

Siehe auch  Wo kann ich GoPro/Action-Cam und Zubehör für den Weltcupbesuch günstig kaufen?

Diese Variante passt, wenn Rangnick Jordanien nicht sofort mit maximalem Risiko bespielen will. Österreich hätte genug Kontrolle, könnte Ballverluste besser absichern und müsste nicht alle offensiven Aufgaben auf einen neuen Baumgartner-Ersatz legen.

Mögliche sichere Variante

PositionMögliche Besetzung
TorAlexander Schlager
RechtsverteidigungStefan Posch
InnenverteidigungKevin Danso oder Philipp Lienhart
Innenverteidigung / AufbauDavid Alaba
LinksverteidigungPhillipp Mwene, Alexander Prass oder Konrad Laimer
Zentrales MittelfeldNicolas Seiwald
Zentrales MittelfeldXaver Schlager
Offensive VerbindungMarcel Sabitzer
Außen / HalbraumRomano Schmid oder Paul Wanner
Außen / zweite SpitzeMichael Gregoritsch, Sasa Kalajdzic oder eine laufstarke Option
SturmMarko Arnautovic

Warum diese Variante Sinn ergibt

Österreich muss gegen Jordanien wahrscheinlich mehr Ballbesitz haben als gegen Argentinien. Trotzdem darf das Team nicht kopflos angreifen. Jordanien wird Räume suchen, Standards nutzen und versuchen, Österreich unruhig zu machen.

Eine stabile Mitte mit Seiwald, Xaver Schlager und Sabitzer hilft, zweite Bälle zu kontrollieren. Gerade ohne Baumgartner ist es wichtig, dass Österreich nicht auseinanderfällt: vorne Druck, hinten Absicherung, dazwischen klare Verbindungen.

Variante 2: Die offensivere Startelf

Die offensivere Variante wäre interessant, wenn Rangnick Jordanien sofort unter Druck setzen will. Dann könnte Österreich mehr kreative Spieler bringen und Sabitzer noch näher an den Strafraum schieben.

In dieser Variante wären Paul Wanner, Romano Schmid, Michael Gregoritsch oder Sasa Kalajdzic besonders interessant. Österreich würde mehr Präsenz in und um den Strafraum bekommen, aber auch mehr Absicherung brauchen.

Mögliche offensive Variante

RolleMögliche Lösung
Spielmacher hinter der SpitzeSabitzer oder Wanner
rechte SeiteSchmid, Laimer oder eine laufstarke Lösung
linke SeiteSabitzer, Gregoritsch oder ein flexibler Offensivspieler
SturmzentrumArnautovic oder Kalajdzic
zweite StrafraumoptionGregoritsch oder Kalajdzic bei mehr Flanken und Standards

Warum diese Variante riskanter ist

Mehr Offensive klingt gegen Jordanien verlockend. Aber Österreich darf nicht vergessen, dass ein WM-Auftakt selten locker ist. Ein früher Ballverlust, ein schlecht abgesicherter Angriff oder ein unnötiger Standard kann ein Spiel verändern.

Wenn Österreich sehr offensiv beginnt, müssen Seiwald, Xaver Schlager und die Innenverteidigung extrem sauber absichern. Genau hier fehlt Baumgartner indirekt: Er war nicht nur offensiv stark, sondern auch ein Pressing-Spieler, der viele Aktionen vorne sofort wieder scharf machen konnte.

Variante 3: Die körperliche Lösung

Eine dritte Möglichkeit ist eine körperlichere Startelf. Dann könnte Rangnick mit Arnautovic und Kalajdzic oder Gregoritsch mehr Größe und Strafraumpräsenz bringen. Das wäre besonders dann logisch, wenn Österreich viele Flanken, Standards und zweite Bälle erwartet.

Diese Variante passt, wenn Jordanien tief verteidigt und Österreich Geduld braucht. Zwei große Zielspieler können helfen, lange Bälle, Flanken und Abpraller gefährlicher zu machen.

Was diese Variante bringt

  • mehr Präsenz im Strafraum: Österreich kann Flanken und Standards besser nutzen.
  • mehr zweite Bälle: Nach langen Bällen entsteht mehr Druck im letzten Drittel.
  • mehr Wucht: Jordanien müsste körperlich mehr verteidigen.
  • mehr Risiko im Umschalten: Wenn große Spieler vorne bleiben, muss das Mittelfeld gut absichern.

Wer ersetzt Baumgartner am ehesten?

Die einfache Antwort gibt es nicht. Baumgartner kann nicht mit einem einzigen Namen ersetzt werden. Rangnick wird eher seine Aufgaben verteilen.

SpielerWas er übernehmen kann
Marcel SabitzerVerbindung, Torgefahr, Erfahrung, Standards und Führung im offensiven Zentrum.
Romano SchmidTechnik, Beweglichkeit, kurze Kombinationen und Spiel zwischen den Linien.
Paul WannerKreativität, Mut am Ball und Überraschungsmoment, aber weniger Turniererfahrung.
Michael GregoritschStrafraumpräsenz, Standards, zweite Bälle und Körperlichkeit.
Konrad LaimerPressing, Intensität, Laufarbeit und defensive Absicherung, aber nicht Baumgartners offensive Rolle.
Dejan LjubičićZusätzliche Balance im Mittelfeld, eher als Turnieroption von der Bank oder für spätere Spiele.

Sabitzer ist der naheliegendste Schlüsselspieler

Marcel Sabitzer ist nach Baumgartners Ausfall noch wichtiger geworden. Er kann mehrere Aufgaben übernehmen: Standards, Distanzschüsse, Läufe in den Strafraum, Kommunikation, Verbindung zum Angriff und Führung in schwierigen Phasen.

Sabitzer muss dabei nicht zwingend die klassische Nummer zehn spielen. Er kann auch aus einer halblinken oder zentralen Rolle kommen. Entscheidend ist, dass Österreich ihn in Zonen bekommt, in denen er Abschlüsse vorbereiten oder selbst gefährlich werden kann.

Was spricht für Paul Wanner?

Paul Wanner wäre die mutigste Lösung. Er bringt Kreativität, Spielwitz und technische Qualität. Gegen einen Gegner, der tief stehen könnte, sind solche Eigenschaften wertvoll.

Siehe auch  Gibt es in Kitzbühel ein offizielles Rahmenprogramm rund um den Hahnenkamm?

Das Risiko liegt in Erfahrung und Balance. Ein WM-Auftakt um 06:00 Uhr österreichischer Zeit, mit hoher Erwartung und ohne Baumgartner, ist kein normales Spiel. Wanner kann ein Spiel öffnen, aber Rangnick muss entscheiden, ob er ihm diese Verantwortung sofort gibt oder ihn später bringt.

Was spricht für Romano Schmid?

Romano Schmid ist eine sehr logische Option, wenn Österreich mehr Ballkontrolle und Beweglichkeit zwischen den Linien will. Er kann sich in engen Räumen anbieten, kurze Kombinationen spielen und den Ball unter Druck behaupten.

Gegen Jordanien könnte genau das wichtig werden. Wenn der Gegner kompakt verteidigt, braucht Österreich Spieler, die Lücken nicht nur erlaufen, sondern auch mit schnellen Pässen öffnen.

Was spricht für Gregoritsch oder Kalajdzic?

Michael Gregoritsch und Sasa Kalajdzic stehen für eine andere Lösung. Sie geben Österreich mehr Größe, Strafraumpräsenz und Zielspielerqualität. Das kann besonders bei Standards, Flanken und langen Bällen helfen.

Diese Variante wäre weniger verspielt, aber körperlich klarer. Sie passt, wenn Österreich davon ausgeht, dass Jordanien tief verteidigt und viele Angriffe über außen oder ruhende Bälle entstehen.

Arnautovic: Startelf oder Joker?

Marko Arnautovic ist weiterhin einer der größten Namen im österreichischen Angriff. Wenn er fit ist, spricht viel für seine Startelfchance. Er bringt Erfahrung, Präsenz, Ballbehauptung und die Fähigkeit, in engen Momenten Ruhe auszustrahlen.

Die Frage ist weniger, ob Arnautovic Qualität hat. Die Frage ist, wie lange und in welcher Intensität Rangnick ihn nutzen will. Bei einem Turnier mit drei Gruppenspielen in kurzer Zeit kann auch die Belastung eine Rolle spielen.

Arnautovic als Starter

  • Vorteil: Erfahrung, Körper, Abschluss und Präsenz im Strafraum.
  • Risiko: Österreich muss rund um ihn genug Tempo und Pressing organisieren.

Arnautovic als Joker

  • Vorteil: Frische Wirkung gegen müde Verteidiger.
  • Risiko: Österreich verzichtet zu Beginn auf seine größte Sturm-Erfahrung.

Schlager im Tor: Warum die Nummer eins wichtig ist

Alexander Schlager startet als Nummer eins in die WM. Für die Startelf gegen Jordanien ist das wichtig, weil die Torwartfrage nicht zusätzlich offen ist. Österreich hat damit hinten eine klare Entscheidung.

Schlager muss gegen Jordanien möglicherweise weniger spektakuläre Szenen lösen als gegen Argentinien, aber dafür konzentriert bleiben. Gerade gegen Außenseiter oder Debütanten entstehen Gefahren oft aus Standards, Kontern und einzelnen Momenten.

Abwehrfrage: Wer spielt neben Alaba?

David Alaba ist der zentrale Fixpunkt der österreichischen Defensive. Die offene Frage ist, wer neben ihm beginnt und wie die Außenverteidigung besetzt wird.

Philipp Lienhart, Kevin Danso, Stefan Posch, Phillipp Mwene, Alexander Prass und Konrad Laimer sind je nach System und Rolle Kandidaten für die Abwehrstruktur. Rangnick kann dabei zwischen mehr Stabilität, mehr Aufbauqualität und mehr Dynamik auf den Seiten wählen.

SpielerMögliche Rolle gegen Jordanien
David AlabaFührung, Aufbau, Ruhe, linke Innenverteidigung oder zentrale Defensivrolle.
Kevin DansoKörperlichkeit, Tempo, Zweikampfstärke gegen schnelle Angriffe.
Philipp LienhartStabilität, Kopfballstärke und klare Defensivarbeit.
Stefan PoschRechte Seite, Robustheit, Erfahrung und Absicherung.
Phillipp MweneAußenverteidiger mit Spielpraxis, Balance und Flankenoption.
Alexander PrassMehr Dynamik über links, besonders wenn Österreich höher stehen will.

Laimer als Schlüssel für Pressing und Balance

Konrad Laimer ist einer der wichtigsten österreichischen Spieler, weil er mehrere Rollen ausfüllen kann. Er kann im Zentrum Druck machen, außen helfen, Pressing auslösen und gegnerische Angriffe früh stören.

Die Frage ist, wo Rangnick ihn am dringendsten braucht. Gegen Jordanien könnte Laimer im Mittelfeld besonders wertvoll sein, weil Österreich zweite Bälle gewinnen und Umschaltmomente kontrollieren muss. Auf der Außenbahn kann er wiederum helfen, hoch zu verteidigen und sofort Druck zu erzeugen.

Was Jordanien für Österreich unangenehm macht

Jordanien ist nicht der bekannteste Gegner, aber genau das macht das Spiel gefährlich. Österreich ist Favorit und muss damit umgehen. Jordanien kann tiefer stehen, das Tempo herausnehmen, Standards suchen und auf Fehler warten.

Für Österreich bedeutet das: Geduld, saubere Restverteidigung und keine unnötigen Fouls. Ein frühes Tor würde viel erleichtern. Je länger es 0:0 steht, desto unangenehmer kann der Auftakt werden.

Darauf muss Österreich achten

  • Standards vermeiden: Außenseiter nutzen oft Ecken und Freistöße als wichtigste Chancenquelle.
  • Konter absichern: Bei viel Ballbesitz darf das Zentrum nicht offen bleiben.
  • nicht hektisch werden: Ein Pflichtsieg-Gefühl kann zu schlechten Entscheidungen führen.
  • früh Druck machen: Österreich sollte Jordanien nicht ins Spiel wachsen lassen.
  • zweite Bälle gewinnen: Nach langen Klärungen muss Österreich sofort wieder Zugriff bekommen.
Siehe auch  Warum Jordanien für Österreich gefährlicher ist als viele glauben

Warum der frühe Anpfiff auch die Startelf beeinflussen kann

Österreich spielt um 06:00 Uhr MESZ. Vor Ort in Kalifornien ist es Abend, aber für Fans in Österreich bleibt es ein ungewohnter Rhythmus. Für das Team zählt vor allem die Anpassung an Zeitverschiebung, Trainingsrhythmus und Tagesablauf.

Solche Faktoren können bei der Belastungssteuerung eine Rolle spielen. Wer zuletzt kleinere Probleme hatte oder spät nachnominiert wurde, muss besonders sauber eingebunden werden.

Was die Generalprobe gegen Tunesien gezeigt hat

Das 1:0 gegen Tunesien war keine perfekte Generalprobe, aber ein nützlicher Test. Österreich gewann trotz Unterzahl, Sabitzer traf, Schlager stand im Tor, Alaba führte die Mannschaft an, und Laimer spielte zunächst auf der linken Seite. Gleichzeitig verletzte sich Baumgartner beim Aufwärmen, wodurch Gregoritsch kurzfristig in die Startelf rückte.

Das Testspiel zeigte zwei Dinge: Österreich kann auch unter schwierigen Umständen gewinnen. Aber die Balance im Team bleibt empfindlich, wenn Schlüsselspieler fehlen oder Rollen kurzfristig angepasst werden müssen.

Die wahrscheinlichste Startelf gegen Jordanien

Eine endgültige Startelf kann erst kurz vor dem Spiel sicher genannt werden. Auf Basis der letzten Tests, der aktuellen Kaderlage und der Rollen im Team wirkt diese Variante derzeit am plausibelsten:

PositionWahrscheinlicher Kandidat
TorAlexander Schlager
RechtsverteidigerStefan Posch
InnenverteidigerKevin Danso oder Philipp Lienhart
InnenverteidigerDavid Alaba
LinksverteidigerPhillipp Mwene, Alexander Prass oder Konrad Laimer
SechserNicolas Seiwald
Sechser / AchterXaver Schlager
rechter Halbraum / AußenRomano Schmid oder Konrad Laimer
ZentrumMarcel Sabitzer
linker Halbraum / zweite SpitzeMichael Gregoritsch, Paul Wanner oder Sasa Kalajdzic
SturmMarko Arnautovic

Was diese Startelf können muss

Gegen Jordanien reicht es nicht, die besseren Namen zu haben. Österreich braucht eine Startelf, die drei Dinge schafft: früh Druck erzeugen, geduldig bleiben und Konter absichern.

Die drei wichtigsten Aufgaben

AufgabeWarum sie wichtig ist
frühe KontrolleÖsterreich darf Jordanien nicht mit einfachen Ballverlusten einladen.
StrafraumpräsenzOhne Baumgartner müssen andere Spieler Abschlüsse und Läufe in die Box übernehmen.
RestverteidigungBei eigenem Ballbesitz müssen Konter sofort abgesichert werden.

Wer könnte von der Bank wichtig werden?

Die Bank kann gegen Jordanien fast so wichtig werden wie die Startelf. Wenn Österreich früh führt, braucht Rangnick Kontrolle. Wenn das Spiel eng bleibt, braucht er Kreativität oder Strafraumwucht. Wenn Jordanien körperlich dagegenhält, braucht er frische Beine.

SpielerprofilMöglicher Nutzen von der Bank
LjubičićStabilität und Balance im Zentrum, besonders bei Führung.
WannerKreativität gegen müde Verteidiger.
KalajdzicGröße, Flanken, Standards und Strafraumpräsenz.
Gregoritschzweite Spitze, Standards, Pressing und Abschlüsse.
PrassDynamik über links und frische Läufe.

Warum Österreich nicht nur auf Angriff spielen sollte

Der Reflex ist verständlich: Gegen Jordanien muss Österreich gewinnen, also möglichst offensiv starten. Ganz so einfach ist es nicht. Ein WM-Auftakt ist oft zäh. Teams verteidigen kompakt, Fehler werden härter bestraft, und Nervosität spielt mit.

Österreich sollte aktiv sein, aber nicht ungeduldig. Das bedeutet: hohes Pressing ja, aber nicht wild. Viele Abschlüsse ja, aber nicht aus schlechten Positionen. Außenverteidiger hoch ja, aber mit klarer Absicherung.

Warum das erste Tor so wichtig ist

Wenn Österreich früh trifft, kann Jordanien nicht dauerhaft tief bleiben. Dann entstehen Räume, und Österreichs Pressing kann gefährlicher werden. Wenn Jordanien lange das 0:0 hält, wächst der Druck auf Österreich.

Genau deshalb muss die Startelf nicht nur kontrollieren, sondern auch genug Tempo und Zielstrebigkeit haben. Sabitzer, Schmid, Wanner, Arnautovic, Gregoritsch oder Kalajdzic können auf unterschiedliche Weise helfen, dieses erste Tor zu erzwingen.

Was ein Sieg für die Gruppe bedeuten würde

Ein Sieg gegen Jordanien würde Österreich sofort in eine brauchbare Position bringen. Dann wäre gegen Argentinien nicht alles auf Punkte angewiesen, und das Algerien-Spiel könnte mit mehr Ruhe vorbereitet werden.

Im neuen WM-Modus kann auch Platz drei reichen. Trotzdem bleibt ein guter Auftakt der beste Weg, nicht rechnen zu müssen. Die genaue Aufstiegslogik erklärt der Ratgeber Kommt Österreich als Gruppendritter weiter?.

Was ein Remis bedeuten würde

Ein Remis wäre kein Ausscheiden, aber ein Problem. Österreich müsste dann gegen Argentinien oder Algerien stärker liefern. Vier Punkte aus der Gruppe wären weiterhin möglich, aber der Druck auf das letzte Gruppenspiel würde deutlich steigen.

Gerade deshalb muss Rangnick eine Startelf finden, die nicht nur nicht verliert, sondern gewinnen kann. Gegen Jordanien ist Sicherheit wichtig, aber zu viel Vorsicht wäre ebenfalls gefährlich.

Was eine Niederlage bedeuten würde

Eine Niederlage gegen Jordanien wäre der schlechteste Start. Dann müsste Österreich gegen Argentinien und Algerien fast schon reparieren, statt gestalten. Genau das will Rangnick vermeiden.

Eine solche Ausgangslage würde auch die Diskussion um Baumgartners Ausfall, Ljubičićs Rolle und die offensive Besetzung sofort verschärfen. Deshalb ist der Auftakt nicht nur sportlich, sondern auch psychologisch entscheidend.

Die wahrscheinlichste Rollenverteilung ohne Baumgartner

Baumgartner-AufgabeWer sie übernehmen könnte
Pressing im offensiven ZentrumSabitzer, Schmid, Laimer oder Gregoritsch.
TiefenläufeWanner, Schmid, Gregoritsch oder ein einrückender Flügelspieler.
StrafraumbesetzungArnautovic, Kalajdzic oder Gregoritsch.
Verbindung zwischen Mittelfeld und AngriffSabitzer und Schmid.
defensive Balance nach BallverlustSeiwald, Xaver Schlager, Laimer oder später Ljubičić.

Fazit: Österreich braucht gegen Jordanien keine Namen-Elf, sondern eine Rollen-Elf

Die Startelf gegen Jordanien wird nicht nur daran gemessen, welche elf Spieler beginnen. Entscheidend ist, ob die Rollen passen. Baumgartner fehlt als offensiver Verbindungsspieler. Ljubičić bringt zusätzliche Breite, aber vermutlich nicht sofort eine Startelflösung.

Am wahrscheinlichsten ist eine Mischung aus Stabilität und klarer Offensive: Schlager im Tor, Alaba als Führungsspieler, Seiwald und Xaver Schlager als Zentrum, Sabitzer mit mehr offensiver Verantwortung und Arnautovic als wichtige Sturmoption. Die offenen Plätze hängen davon ab, ob Rangnick mehr Kreativität, mehr Körperlichkeit oder mehr Pressingintensität will.

Für Österreich zählt am Ende nur eines: Der Auftakt gegen Jordanien muss eine Grundlage schaffen. Wer dieses Spiel gewinnt, kann die Gruppe mit deutlich mehr Ruhe angehen. Wer es nicht gewinnt, muss schon früh rechnen.

FAQ zur Österreich-Startelf gegen Jordanien

Ist Österreichs Startelf gegen Jordanien schon offiziell?
Nein. Die endgültige Startelf wird erst kurz vor dem Spiel offiziell bekanntgegeben. Aktuell sind nur wahrscheinliche Varianten möglich.

Wer steht gegen Jordanien im Tor?
Alexander Schlager gilt als Österreichs Nummer eins und ist damit der wahrscheinlichste Starter im Tor.

Wer ersetzt Christoph Baumgartner in der Startelf?
Baumgartner wird wahrscheinlich nicht von einem einzigen Spieler ersetzt. Seine Aufgaben könnten auf Sabitzer, Schmid, Wanner, Gregoritsch, Laimer und andere Spieler verteilt werden.

Kann Dejan Ljubičić gegen Jordanien starten?
Möglich ist es, aber eher unwahrscheinlich. Er wurde spät nachnominiert und ist zunächst vor allem eine zusätzliche Option für das Mittelfeld.

Welche Formation ist gegen Jordanien wahrscheinlich?
Am wahrscheinlichsten ist eine 4-2-3-1- oder 4-4-2-nahe Struktur mit klarer Absicherung im Zentrum und flexiblen Rollen in der Offensive.

Startet Marko Arnautovic gegen Jordanien?
Wenn er fit ist, spricht viel für eine wichtige Rolle. Ob er beginnt oder als Joker kommt, hängt von Rangnicks Belastungs- und Matchplan ab.

Warum ist das Jordanien-Spiel so wichtig?
Jordanien ist Österreichs Auftaktgegner und wahrscheinlich das Spiel, in dem Österreich die beste Chance auf drei Punkte hat. Ein Sieg würde die Ausgangslage in Gruppe J deutlich verbessern.

Wann spielt Österreich gegen Jordanien?
Österreich spielt am 17. Juni 2026 um 06:00 Uhr MESZ gegen Jordanien. Das Spiel läuft im ORF.

Quellen

Beitrag teilen