Die österreichische Frauen-Nationalmannschaft im Flag Football ist bei der Weltmeisterschaft in Düsseldorf im Viertelfinale ausgeschieden. Gegen Kanada setzte es am Samstag eine deutliche 12:40-Niederlage, wobei bereits zur Halbzeit mit 0:27 ein klarer Rückstand bestand. Damit endet der WM-Auftritt des Teams von Robert Riedl auf internationaler Bühne früher als von manchen erhofft, nachdem zuvor ein solider Auftritt in der Gruppenphase für Aufsehen gesorgt hatte.
Starker Gruppenauftritt als Basis für den Achtungserfolg
Vor dem Duell mit Kanada hatte sich das österreichische Frauen-Team in der Vorrunde beachtlich präsentiert. Mit zwei Siegen und lediglich einer Niederlage sicherte sich die Auswahl den zweiten Platz in ihrer Gruppe. Nur Europameister Großbritannien platzierte sich davor. Dieser zweite Rang reichte, um sich für die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft zu qualifizieren, ein Erfolg, der die Entwicklung des Frauen-Flag-Footballs in Österreich unterstreicht.
Im Viertelfinale traf man dann auf eine der etablierten Nationen im internationalen Flag-Football-Zirkus. Kanada zeigte sich von Beginn an überlegen und baute den Vorsprung bereits in der ersten Hälfte deutlich aus. Das österreichische Team konnte im weiteren Spielverlauf zwar noch Punkte erzielen, an der klaren Ausgangslage änderte dies jedoch nichts mehr. Mit dem 12:40 war die Reise bei diesem Turnier für die AFBÖ-Frauen beendet.
Männer-Team verpasst K.-o.-Phase
Während sich das Frauen-Team zumindest bis ins Viertelfinale kämpfen konnte, verlief das Turnier für die österreichische Männer-Auswahl weniger erfolgreich. Als Gruppendritter blieb der Einzug in die K.-o.-Phase verwehrt. Damit ist für die Männer-Mannschaft frühzeitig klar, dass am Ende nur ein Platz zwischen dem neunten und dem 16. Rang herausschauen kann. Die genaue Platzierung wird sich erst in den kommenden Platzierungsspielen entscheiden, die noch bis Sonntag ausgetragen werden.
Weitere Spiele bis Sonntag in Düsseldorf
Die Flag-Football-Weltmeisterschaft in Düsseldorf läuft noch bis Sonntag weiter. Neben den Platzierungsspielen der Männer-Teams, in denen auch Österreich seinen endgültigen Turnierrang ausspielt, stehen in den kommenden Tagen die weiteren K.-o.-Runden im Frauen-Bewerb an. Dort kämpfen die verbliebenen Nationen, darunter Gruppensieger Großbritannien und Viertelfinalgegner Kanada, um den Einzug in die Medaillenränge.
Für den österreichischen Verband bleibt nach dem Turnier vor allem der Auftritt der Frauen-Mannschaft als positives Signal in Erinnerung. Der Sprung ins WM-Viertelfinale als Gruppenzweiter hinter dem Europameister zeigt, dass sich die Leistungsdichte im internationalen Frauen-Flag-Football weiter erhöht hat und Österreich in diesem Umfeld mithalten kann. Die Platzierungsspiele der Männer-Auswahl werden in den kommenden Tagen zudem Aufschluss darüber geben, wie sich das Team im Vergleich zu den anderen Nationen im Mittelfeld des Teilnehmerfelds einordnen lässt.
Die Weltmeisterschaft in Düsseldorf gilt als bedeutender Gradmesser für die internationale Entwicklung des Flag Footballs, einer Variante des American Football ohne körperlichen Kontakt, die zuletzt auch durch die Aufnahme ins olympische Programm zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Die Ergebnisse beider österreichischer Nationalteams werden daher auch mit Blick auf die weitere Förderung und Entwicklung der Sportart im Land aufmerksam verfolgt.















