Der deutsche Porsche-Pilot Pascal Wehrlein hat sich erneut zum Weltmeister der Formel E gekrönt. Beim dramatischen Saisonfinale in London setzte sich der 31-Jährige in der Gesamtwertung durch und feierte damit nach 2024 bereits seinen zweiten Titelgewinn in der elektrischen Rennserie.
Wehrlein verteidigte seine Führung in der Gesamtwertung, obwohl er selbst im entscheidenden Rennen nicht als Sieger hervorging. In der Schlussphase kam es zu einer Kollision mit dem Andretti-Piloten Jake Dennis, seinem direkten Konkurrenten im Titelkampf. Beide Fahrer gingen bei diesem Zwischenfall leer aus und konnten somit keine weiteren entscheidenden Punkte für die WM-Wertung sammeln.
Entscheidung fällt in London
Auch der Neuseeländer Mitch Evans vom Team Jaguar, der ebenfalls Ambitionen auf den Gesamtsieg hatte, konnte das Blatt nicht mehr wenden. Evans beendete das Rennen auf dem vierten Platz und landete damit nicht weit genug vorne, um Wehrlein in der Gesamtwertung noch zu überholen. Damit stand nach dem Saisonfinale in London fest, dass der Porsche-Pilot seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen konnte.
Den Sieg im Rennen selbst sicherte sich der britische Fahrer Taylor Barnard. Während Barnard somit den Tagessieg für sich verbuchen konnte, ging der bedeutendere Gesamtsieg der Saison an Wehrlein, der trotz des turbulenten Rennverlaufs am Ende als großer Gewinner des Wochenendes feststand.
Zweiter Titel für den Porsche-Piloten
Mit dem neuerlichen Championat unterstreicht Pascal Wehrlein seine Ausnahmestellung in der Formel E. Bereits 2024 hatte sich der deutsche Rennfahrer den Weltmeistertitel gesichert, ehe ihm nun in dieser Saison die Titelverteidigung gelang. Der dramatische Verlauf des Finalrennens in London zeigte dabei einmal mehr, wie eng und unberechenbar die Formel E in ihren Entscheidungsphasen sein kann.
Die Kollision zwischen Wehrlein und Dennis in der Schlussphase des Rennens hätte theoretisch noch Auswirkungen auf die Titelvergabe haben können. Da jedoch auch der ärgste Verfolger Evans nicht das notwendige Ergebnis erzielte, blieb es letztlich bei der bereits bestehenden Führung des Porsche-Fahrers in der Gesamtwertung. Wehrlein musste somit im entscheidenden Moment nicht selbst um Punkte kämpfen, sondern profitierte von den Ergebnissen seiner direkten Konkurrenten.
Spannung bis zur letzten Runde
Das Saisonfinale in London bot damit ein Paradebeispiel für die Dramatik, die die Formel E in ihren Meisterschaftsentscheidungen regelmäßig prägt. Mehrere Fahrer hatten sich bis zuletzt Chancen auf den Gesamtsieg ausgerechnet, ehe sich die Entscheidung erst in den letzten Rennminuten zugunsten von Wehrlein klärte.
Für Jake Dennis und das Team Andretti bedeutete die Kollision in der Schlussphase das vorzeitige Ende der Titelhoffnungen. Auch für Mitch Evans und Jaguar blieb es bei der Enttäuschung, da der vierte Platz nicht ausreichte, um die notwendigen Punkte für den Gesamtsieg zu holen.
Mit dem Erfolg in London bestätigt Pascal Wehrlein seine Position als einer der konstantesten und erfolgreichsten Fahrer der aktuellen Formel-E-Ära. Der zweite Weltmeistertitel innerhalb weniger Jahre unterstreicht die Leistungsdichte des Porsche-Teams sowie die fahrerische Klasse des Deutschen, der sich auch unter Druck in der entscheidenden Phase der Saison behaupten konnte.
Für die Formel E dürfte das dramatische Finale in London ein weiterer Beleg dafür sein, wie eng die Meisterschaft mittlerweile geworden ist. Mit mehreren Teams und Fahrern, die bis zum letzten Rennwochenende um den Titel kämpfen, bleibt die Serie auch für die kommende Saison ein Wettbewerb, in dem Entscheidungen erst in den Schlussphasen der Rennen fallen.















