Rangnick wettert vor Kosovo-Spiel über Platzzustand in Prishtina

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ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat sich vor dem vierten Spiel der österreichischen Nationalmannschaft in der Nations League deutlich über die Platzverhältnisse im Fadil-Vokrri-Stadion in Prishtina geäußert. Die Partie zwischen dem Kosovo und Österreich steigt am Sonntag um 18.00 Uhr, die Übertragung beginnt um 17.20 Uhr live in ORF1. Bereits am Tag vor dem Anpfiff zeigte sich der deutsche Trainer wenig begeistert vom Rasen, auf dem die Mannschaft trainiert hatte.

Im ORF-Interview sprach Rangnick von einem „katastrophalen Zustand“ des Platzes. Er habe in seiner langjährigen Laufbahn selten auf einem derart schlechten internationalen Geläuf trainiert. Der Untergrund erinnere eher an eine Wiese als an einen regulären Fußballplatz, so der 68-Jährige wörtlich: „Es ist bestenfalls eine Wiese, mehr ein Acker.“

Auswirkungen auf das Spielgeschehen erwartet

Rangnick machte deutlich, dass die schwierigen Platzbedingungen taktische Konsequenzen für die Partie haben könnten. Seine Mannschaft müsse mit hoher Intensität auftreten, um Ballgewinne zu erzielen, gleichzeitig werde es wichtig sein, trotz der Rasenqualität klare Torchancen herauszuspielen. Er betonte jedoch, dass diese Herausforderung beide Teams gleichermaßen betreffe. Bei der anschließenden Pressekonferenz wiederholte der Teamchef seine Kritik an den Platzverhältnissen.

Eine kurzfristige Verbesserung des Rasens bis zum Spieltag schloss Rangnick aus. Er zeigte sich zugleich erleichtert, dass die Partie nicht im November ausgetragen werden müsse, da sich die Bedingungen in der kälteren Jahreszeit vermutlich noch verschärft hätten. Rangnick ging zudem davon aus, dass auch eine technisch versierte Mannschaft wie der Kosovo unter diesen Umständen nicht gerne auf eigenem Boden antrete.

Verweis auf das Auftaktspiel gegen Irland

Als Beleg für die schwierigen Platzverhältnisse verwies der ÖFB-Teamchef auf das vorangegangene Spiel des Kosovo gegen Irland, das die Gastgeber mit 1:0 für sich entschieden hatten. In dieser Partie seien zahlreiche Torschüsse am Ziel vorbeigegangen, was Rangnick als direkte Folge des unebenen und schlecht gepflegten Rasens wertete. Er stellte klar, dass diese Einschätzung nicht aus einer rein österreichischen Perspektive erfolge, sondern beide Mannschaften im anstehenden Spiel vor dieselbe Herausforderung stelle. Entscheidend werde sein, welches Team besser mit den schwierigen Bedingungen zurechtkomme.

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Auch Wimmer überrascht von Platzqualität

Auch Nationalspieler Patrick Wimmer, der gemeinsam mit Rangnick bei der Pressekonferenz anwesend war, äußerte sich zum Zustand des Spielfelds. Er erklärte, dass er in der deutschen Bundesliga deutlich andere Platzverhältnisse gewohnt sei und schon lange nicht mehr auf einem derart unebenen Untergrund gespielt habe. Wimmer betonte ebenfalls, dass die Bedingungen für beide Mannschaften gleich seien und somit weder einen Vor- noch einen Nachteil darstellten.

Der Offensivspieler zog zudem einen persönlichen Vergleich zu seiner fußballerischen Vergangenheit. Solche Platzverhältnisse erinnerten ihn an seine Anfänge im Fußball und könnten durchaus einen gewissen Charme haben, allerdings eher als Zuschauer in der Kreisliga an einem Sonntagnachmittag als in der Rolle des aktiven Spielers bei einem internationalen Pflichtspiel.

Richtungsweisendes Spiel in der Nations League

Die Partie zwischen dem Kosovo und Österreich markiert das vierte Gruppenspiel beider Mannschaften in der laufenden Nations-League-Saison. Angesichts der von Rangnick und Wimmer beschriebenen Platzverhältnisse dürfte der Umgang mit dem schwierigen Untergrund eine zentrale Rolle für den Spielverlauf einnehmen. Wie sich die österreichische Mannschaft unter diesen besonderen Bedingungen präsentiert, wird sich im direkten Vergleich mit dem Kosovo zeigen, der zuletzt mit einem knappen Erfolg gegen Irland in den Bewerb gestartet war.

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