Datum: 06.–08.02.2026 Ort: UTC Fischer Ried (Ried im Innkreis, OÖ)
Teilnehmende: 18 Spieler:innen aus ganz Österreich
Sieger Hauptbewerb: Gebhard Schweiger
Sieger Nebenbewerb: Hannes Froschauer
Doppel-Highlight: Fritz/Froschauer gewinnen den Löffler-Doppelbewerb
Ried im Innkreis hat am ersten Februar-Wochenende ein starkes Sportzeichen gesetzt: Erstmals machte die Wheelchair Tennis Tour Austria (WTTA) powered by Coloplast Station beim UTC Fischer Ried – und die Premiere fühlte sich gleich wie ein „Fixpunkt“ an.
Intensives Tennis, ein spürbarer Teamgeist auf und neben dem Platz und ein Format, das bewusst auf Gemeinschaft baut: Genau das machte das Wochenende im Innviertel so rund.
Die wichtigsten Fakten zur WTTA-Premiere in Ried
| Fakt | Details | Warum das für Fans & Vereine zählt |
|---|---|---|
| Turnier | 1. WTTA-Turnier in Ried im Innkreis (UTC Fischer Ried) | Neuer Austragungsort stärkt Rollstuhltennis sichtbar in Oberösterreich. |
| Zeitraum | 06.–08.02.2026 (Freitag bis Sonntag) | Mehr Zeit = mehr Matches, mehr Austausch, mehr „Turnierfeeling“. |
| Starterfeld | 18 Spieler:innen aus ganz Österreich | Für eine Premiere ein klares Signal: Die Szene kommt gerne, wenn Organisation & Atmosphäre passen. |
| Einzel – Hauptbewerb | Turniersieg: Gebhard Schweiger | Sportliches Ausrufezeichen – und ein Maßstab für die nächsten Stationen. |
| Einzel – Nebenbewerb | Turniersieg: Turnierneuling Hannes Froschauer | Genau dafür ist die WTTA da: Einstieg ermöglichen und Erfolgserlebnisse schaffen. |
| Doppel | Löffler-Doppelbewerb: Wolfdietrich Fritz / Hannes Froschauer | Doppel bringt Dynamik, Miteinander und oft die „besten“ Messegespräche am Platz. |
| Format | Vorrunden + K.o.-Phase, dazu Doppel im speziellen Modus | Abwechslung statt Monotonie: fair, spielnah, publikumsfreundlich. |
So lief das Wochenende in der Tennishalle Ried
Los ging’s am Freitag mit der Vorrunde im Einzel – genau dort, wo man sofort merkt, ob ein Turnier „lebt“: enge Games, faire Intensität, viel Konzentration. Am Samstag folgten die Viertelfinali im Haupt- und Nebenbewerb. Der Nachmittag gehörte dann dem Doppel: Alle Spieler:innen waren eingebunden, gespielt wurde in einem Modus, der bewusst Teamgeist fördert und für frische Paarungen sorgt.
Sportlich wurde es im Doppel richtig spannend: Den Löffler-Doppelbewerb holten sich Wolfdietrich Fritz und Hannes Froschauer gegen Christof Kalivoda und Gebhard Schweiger. Am Sonntag war dann Finale-Tag: Halbfinali und Endspiele brachten nochmals Tempo, Mut und starke Ballwechsel – am Ende stand Gebhard Schweiger als Sieger des Hauptbewerbs fest, der Nebenbewerb ging an den Turnierneuling Hannes Froschauer.
Warum diese Premiere mehr ist als „nur ein Turnier“
Der ÖTV beschreibt das Rieder Premierenevent als „starkes Zeichen für Inklusion und sportlichen Ehrgeiz“ – und genau dieses Gefühl blieb hängen: Rollstuhltennis wurde in Ried nicht „mitgemacht“, sondern sichtbar gefeiert. Dass der Samstagabend als gemeinsamer Spieler:innenabend bewusst Teil des Programms war, passt zur Idee der WTTA: Wettbewerb ja, aber ohne Ellbogen – dafür mit Austausch, Respekt und echter Freude am Spiel.
WTTA kurz erklärt: Was hinter der Turnierserie steckt
Die Wheelchair Tennis Tour Austria (WTTA) powered by Coloplast ist laut ÖTV eine Turnierserie für Hobbyspieler:innen, bei der in gemischten Bewerben gespielt wird – mit dem Ziel, erste Wettkampfluft zu schnuppern. Zum Konzept gehören bewusst ein gemeinsamer Spielerabend und (je nach Turnier) ein kostenloses Training vorab. Ein eigenes WTTA-Wertungssystem arbeitet mit Faktoren, damit unterschiedliche Klassen fairer vergleichbar bleiben; gleichzeitig soll der Zugang niederschwellig sein (Nenngeld-Richtwert laut ÖTV: 20 Euro pro Turnier inkl. Spielerabend).
3 Tipps, wie du als Zuschauer:in oder Verein am meisten mitnimmst
1) Komm zu den Finalblöcken: Gerade Halbfinale/Finale zeigen, wie taktisch Rollstuhltennis ist – Positionierung, Winkelspiel und Geduld sind oft entscheidender als „nur“ Power.
2) Schau dir Doppel bewusst an: Doppel ist bei solchen Formaten oft das kommunikativste und lehrreichste Match-Setting – weil Abstimmung und Spielintelligenz extrem sichtbar werden.
3) Für Vereine: Plane Inklusion nicht „nebenbei“.
Ausblick: Warum Ried als Standort gut passt
Für die WTTA ist ein Standort dann ideal, wenn Infrastruktur, Hallen-/Platzverfügbarkeit und Organisation zusammenkommen – und wenn man spürt, dass das Umfeld dahintersteht. Ried hat bei der Premiere genau das gezeigt. Wenn dieses Wochenende eines beweist, dann: Rollstuhltennis funktioniert besonders gut dort, wo Sport ernst genommen wird – und Menschen genauso.
Quellen (ohne Links)
- Österreichischer Tennisverband (ÖTV), Presseaussendung/News, 17.02.2026 – Turnierbericht zur WTTA-Premiere in Ried im Innkreis inkl. Sieger:innen, Ablauf (Freitag Vorrunde, Samstag Doppel, Sonntag Finalspiele) und Bildnachweis © UTC Fischer Ried.
- Oberösterreichischer Behindertensportverband (OÖBSV), Ankündigung, 22.01.2026 – Programmdetails (Zeitplan), Einordnung der WTTA als Turnierserie und bestätigte Nennzahl (18 Spieler:innen).
- ÖTV, Informationsseite „Wheelchair Tennis Tour Austria (WTTA)“ – offizielles Konzept der WTTA (Zielgruppe Hobbyspieler:innen, gemischte Bewerbe, kostenloses Training, Spielerabend, Nenngeld-Richtwert, WTTA-Faktor-System).
















