Der österreichische Flag-Football-Verband AFBÖ muss sich neu aufstellen: Michael Salamon, bisheriger Cheftrainer des Männer-Nationalteams, ist wenige Wochen nach der Weltmeisterschaft von seinem Amt zurückgetreten. Der Verband bestätigte den Schritt am Donnerstag. Als Grund für seinen Rückzug nannte Salamon den stark gestiegenen zeitlichen Aufwand, der sich mit seiner Vollzeitbeschäftigung nicht mehr vereinbaren lasse.
Erfolgreiche Jahre unter Salamons Führung
Unter der Leitung von Salamon hatte sich das österreichische Männer-Team in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im internationalen Flag-Football entwickelt. Rot-Weiß-Rot zählte zeitweise zu den stärksten Nationalteams der Welt. Die sportliche Bilanz aus seiner Amtszeit kann sich sehen lassen: 2023 und erneut 2025 führte Salamon das Team zum Vizeeuropameistertitel, 2024 folgte zudem der zweite Platz bei der Weltmeisterschaft. Diese Erfolge unterstrichen die Entwicklung des österreichischen Flag-Football-Sports auf internationaler Ebene.
Enttäuschung bei der WM in Düsseldorf
Der jüngste Auftritt bei der Weltmeisterschaft in Düsseldorf verlief für das österreichische Team allerdings deutlich schwächer als in den Vorjahren. Mit dem 15. Platz blieb die Mannschaft weit hinter den Erwartungen zurück, die nach den vorangegangenen internationalen Erfolgen geweckt worden waren. Der enttäuschende Ausgang des Turniers fällt zeitlich mit Salamons Rücktrittsentscheidung zusammen, wobei der Trainer selbst den gestiegenen Zeitaufwand als ausschlaggebenden Faktor für seinen Abschied anführte.
Suche nach einem Nachfolger läuft
Ein Nachfolger für den scheidenden Teamchef steht derzeit noch nicht fest. Der AFBÖ steht damit vor der Aufgabe, rasch eine geeignete Lösung an der Seitenlinie des Männer-Nationalteams zu finden. Die kommende sportliche Leitung übernimmt dabei kein einfaches Erbe: Der neue Cheftrainer oder die neue Cheftrainerin soll die österreichische Mannschaft durch die weitere Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles führen, bei denen Flag Football erstmals olympisches Programm sein wird.
Ausblick auf die Olympiaqualifikation
Die bevorstehende Qualifikationsphase für Los Angeles 2028 gilt als zentrales Ziel für den österreichischen Flag-Football-Verband in den kommenden Jahren. Nach den internationalen Erfolgen der vergangenen Saisonen ruhen entsprechend hohe Erwartungen auf dem Nationalteam. Gleichzeitig zeigt die verpatzte Weltmeisterschaft in Düsseldorf, dass der Weg zur Spitze des Weltsports mit Herausforderungen verbunden bleibt. Wie der AFBÖ die Trainerposition neu besetzen wird und welche personellen sowie strukturellen Konsequenzen aus dem enttäuschenden WM-Abschneiden gezogen werden, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Die sportliche Ausrichtung des Verbandes wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell eine tragfähige Nachfolgelösung gefunden wird, um den eingeschlagenen Weg in Richtung Olympia fortzusetzen.

















