Der FC Salzburg steht vor der entscheidenden Partie im Playoff zur Ligaphase der UEFA Europa League. Mit einem 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel empfangen die „Bullen“ am Donnerstag um 19.00 Uhr den schwedischen Sensationsmeister Mjällby AIF. Ein Weiterkommen würde Salzburg den Einzug in die Ligaphase des zweithöchsten europäischen Klubwettbewerbs sichern, bei einem Ausscheiden ginge es in der Conference League weiter.
Trainer Danny Röhl warnte seine Mannschaft ausdrücklich davor, den Gegner zu unterschätzen. Im Hinspiel hatten sich die Salzburger schwerer getan als erwartet und benötigten ein Eigentor von Tom Pettersson in der Nachspielzeit, um den knappen Sieg einzufahren. Röhl bezeichnete die Aufgabe gegen Mjällby als „schwierige Aufgabe“ und verwies auf die Erfahrungen aus der dritten Qualifikationsrunde gegen Pafos. Dort hatte Salzburg im Rückspiel auf Zypern zunächst 0:2 zurückgelegen, ehe ein Hattrick von Neuzugang Haris Tabakovic noch ein 3:3 und damit den Aufstieg sicherte.
Warnung vor dem Tabellenelften aus Schweden
Auch wenn Mjällby AIF in der schwedischen Liga aktuell nur auf dem elften Platz liegt, gilt der Verein als Überraschungsmeister der vergangenen Saison. Innenverteidiger Kevin Boma stellte klar, dass die Mannschaft die Begegnung keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen werde. Röhl ergänzte, dass der Sieg im Rückspiel weiterhin das erklärte Ziel sei, da eine solche Einstellung für den Erfolg entscheidend sei.
Der deutsche Trainer sieht bei seiner Mannschaft trotz des positiven Resultats im Hinspiel noch Verbesserungsbedarf. Mehrere Aspekte des Spiels müssten optimiert werden, auch wenn das Ergebnis an sich zufriedenstellend gewesen sei. Besonderes Augenmerk soll auf der Defensivarbeit liegen. Innenverteidiger Valentin Zabransky kündigte an, dass die Mannschaft wieder jene „Zu-null-Mentalität“ zeigen wolle, die die Salzburger in dieser Saison bereits ausgezeichnet hat. In den bisherigen sieben Pflichtspielen der laufenden Saison blieb der FC Salzburg ungeschlagen und hielt viermal die Null.
Europa League oder Conference League als Alternative
Wie bereits in der Vorsaison strebt Salzburg den Verbleib in der Europa League an. Sollte das Playoff verloren gehen, würde die Mannschaft automatisch in die Ligaphase der Conference League einziehen. Die Startgelder beider Wettbewerbe liegen mit 4,31 Millionen Euro in der Europa League beziehungsweise 3,17 Millionen Euro in der Conference League in einer ähnlichen Größenordnung. Röhl betonte, dass europäische Auftritte grundsätzlich reizvoll seien und attraktive Gegner in beiden Wettbewerben warten würden. Zunächst gelte es jedoch, das Weiterkommen zu schaffen.
Personelle Lage und Rückkehr ins heimische Stadion
Weiterhin nicht einsatzfähig sind die am Oberschenkel verletzten Spieler Soumaila Diabate, Gaoussou Diakite und Frans Krätzig sowie Johannes Moser, der mit Problemen an den Adduktoren ausfällt. Enrique Aguilar hingegen ist nach einem Bruch des Unterarms wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.
Nach vier Auswärtsspielen in Folge kehrt Salzburg nun vor heimischem Publikum zurück. Das für vergangenes Wochenende angesetzte Ligaheimspiel gegen Rapid wurde auf den 2. September verschoben. Röhl zeigte sich erleichtert über die Rückkehr ins eigene Stadion und scherzte, dass der Koffer diesmal nicht aus- und wieder eingepackt werden müsse. Am Mittwoch waren für die richtungsweisende Partie gegen Mjällby allerdings erst 7.000 Tickets verkauft. Zabransky formulierte das Ziel, die Fans durch Spielweise und sportliche Erfolge wieder verstärkt ins Stadion zu holen, und betonte, dass die Mannschaft alles daransetzen werde, den Einzug in die Europa League zu schaffen.

















