Österreichs Teamtorhüter Alexander Schlager startet bei seinem neuen Verein Werder Bremen nicht als Stammtorwart in die Saison. Trainer Daniel Thioune hat sich vor dem Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg für den estnischen Schlussmann Karl Hein entschieden. Der Salzburger muss sich damit vorerst mit der Rolle des Ersatzkeepers begnügen.
Klare Ansage von Trainer Thioune
Thioune ließ vor dem ersten Ligaspiel der Saison keinen Zweifel an seiner Entscheidung aufkommen. „Karl wird am Sonntag im Tor stehen und als Nummer eins in die Saison gehen“, erklärte der Werder-Coach. Damit ist die zuvor offen kommunizierte Konkurrenzsituation zwischen den beiden Torhütern zumindest für den Saisonstart entschieden.
Noch vor einer Woche hatte sich ein anderes Bild gezeigt. Beim 3:0-Auswärtserfolg im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK stand Schlager zwischen den Pfosten und überzeugte in dieser Partie. Allerdings fehlte Konkurrent Hein bei diesem Pflichtspiel verletzungsbedingt, sodass der Österreicher damals ohne echte Alternative auflaufen durfte. Mit der Rückkehr des Esten in den Kader hat sich das Kräfteverhältnis nun offenbar zugunsten Heins verschoben.
Wechsel im Sommer mit offenem Ausgang
Schlager war erst im Sommer von Red Bull Salzburg zu Werder Bremen gewechselt. Die Bremer hatten den Transfer seinerzeit mit der Ankündigung begleitet, dass ein offener Wettbewerb um die Position des Stammtorhüters ausgetragen werden solle. Nach den ersten Wochen der Vorbereitung und dem nun feststehenden Saisonstart zeichnet sich jedoch ab, dass sich dieses Duell zunächst zugunsten des estnischen Nationaltorwarts entschieden hat.
Für Schlager bedeutet die Entscheidung von Thioune, dass er sich in der Bundesliga zunächst mit der Bank begnügen muss. Der 30-Jährige hatte in Salzburg über Jahre eine gesetzte Stammposition inne und sich in dieser Zeit auch für das österreichische Nationalteam als verlässliche Größe etabliert.
Bedeutung für die Rolle im ÖFB-Team
Besonders aufmerksam dürfte die Entwicklung bei Werder Bremen auch beim österreichischen Nationalteam verfolgt werden. Schlager fungierte bei der Weltmeisterschaft als unangefochtener Stammgoalie der österreichischen Auswahl. Diese Position hatte er sich über Jahre der Konstanz und starker Leistungen im Nationaltrikot erarbeitet.
Ob der Salzburger diese Rolle als Nummer eins im ÖFB-Tor auch dann beibehalten kann, wenn ihm in Bremen die regelmäßige Spielpraxis fehlt, bleibt vorerst offen. Fehlende Einsätze auf Vereinsebene könnten sich mittelfristig auf seine Position im Nationalteam auswirken, sollte sich die Ersatzrolle bei Werder über längere Zeit fortsetzen.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Wie sich die Konstellation im Bremer Tor in den kommenden Spielen weiterentwickelt, wird sich zeigen müssen. Trainer Thioune hat mit seiner klaren Aussage vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg zunächst eine Richtung vorgegeben, doch der sportliche Wettbewerb um die Position zwischen Schlager und Hein dürfte über die gesamte Saison hinweg ein Thema bleiben. Für den österreichischen Teamtorwart gilt es nun, sich in Trainingseinheiten und möglichen Kurzeinsätzen weiter zu empfehlen, um perspektivisch wieder eine Chance auf den Stammplatz zu erhalten.

















