Simon Eder ist so etwas wie der Dauerbrenner im österreichischen Biathlon: Olympia-Medaillengewinner, WM-Medaillengewinner und über viele Jahre hinweg ein Athlet, der gerade in der Staffel dann liefert, wenn’s wirklich zählt. Seine große Visitenkarte ist dabei nicht nur die Laufleistung, sondern vor allem sein schnelles, sauberes Schießen – im Biathlon oft der Unterschied zwischen „Top 10“ und „weg vom Fenster“.
Was Eder zusätzlich besonders macht: Er ist kein „One-Season-Wunder“, sondern ein Sportler, der über zwei Jahrzehnte Weltcup-Luft geschnuppert hat – und auch im Veteranenalter noch im ÖSV-Team eine klare Rolle hat. Und weil beim Thema Vermögen schnell Gerüchte entstehen: Eine offiziell bestätigte Summe gibt es nicht. Seriös erklären lassen sich aber die wichtigsten Einnahmebausteine wie Preisgeld, Prämien, Sponsoring und die Absicherung als Sportsoldat.
Das Wichtigste in Kürze
- Geboren: 23.02.1983, Zell am See (Salzburg)
- Wohnort/Herkunft: Saalfelden (Pinzgau, Salzburg)
- Verein: HSV Saalfelden
- Größe/Gewicht: 186 cm / 78 kg (laut Sportprofil)
- Status: Langjähriger ÖSV-Teamathlet, Veteran mit über 400 Weltcupeinsätzen
- Olympia-Highlights: Silber mit der Herren-Staffel (Vancouver 2010) und Silber mit der Herren-Staffel (Sochi 2014, nach Medaillen-Neuvergabe)
- WM-Highlights: Mehrere Medaillen, darunter Bronze im Einzel (Oslo 2016) und Silber in der Mixed-Staffel (Pokljuka 2021)
- Privat: Heirat mit Katrin („Kati“) 2017 (medial berichtet); Tochter Marlene (laut Sportprofil)
- Vermögen: Nicht offiziell veröffentlicht; Einnahmen aus Preisgeld, Prämien, Sponsoren, Bundesheer/Sportförderung
Biografie und Karriere
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Name | Simon Eder |
| Geburtsdatum | 23. Februar 1983 |
| Geburtsort | Zell am See (Salzburg) |
| Herkunft/Wohnort | Saalfelden (Pinzgau) |
| Verein | HSV Saalfelden |
| Größe/Gewicht | 186 cm / 78 kg |
| Beruf / Förderung | Sportsoldat / Bundesheer (Sportfördermodell) |
| Spitzname | „Sam“ (laut Sportprofil) |
| Familie | Sohn von Alfred Eder (bekannter Name im österreichischen Biathlon) |
Werdegang: Der Pinzgauer, der Biathlon „lesen“ kann
Eder kommt aus dem Salzburger Pinzgau – einer Region, in der Wintersport nicht nur Hobby, sondern oft Lebensgefühl ist. Sein Weg in die Weltspitze war dabei nicht „laut“, sondern konsequent: Schritt für Schritt in den Weltcup, Jahr für Jahr stabiler. Und genau diese Art Karriere ist im Biathlon extrem wertvoll, weil sich die Sportart ständig verändert – Material, Streckenprofile, Schießrhythmus, Taktik, Wetter, Schnee.
Was man bei ihm über die Jahre immer wieder gesehen hat: Eder kann Rennen strategisch lösen. Er weiß, wann er „riskieren“ darf, wann er am Stand auf Null Fehler gehen muss – und wann ein schneller Rhythmus am Schießstand mehr bringt als eine letzte Sekunde auf der Loipe.
Die große Eder-Stärke: Schnelles Schießen unter Druck
Biathlon ist gnadenlos ehrlich: Wer am Schießstand trödelt, verliert Zeit. Wer Fehler schießt, verliert noch mehr Zeit. Eder wurde über Jahre immer wieder mit sehr schnellen Schießeinlagen in Verbindung gebracht – und das ist kein Show-Effekt, sondern eine echte Waffe. Gerade in Staffelbewerben kann ein schneller, sauberer Stand den „Flow“ des Teams komplett drehen.
Olympia 2010: Staffel-Silber als Karriere-Meilenstein
Ein echtes Ausrufezeichen ist die Silbermedaille mit der österreichischen Herrenstaffel bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver. Olympische Staffelmedaillen sind im Biathlon besonders hoch bewertet, weil hier vier Athleten nacheinander liefern müssen – und ein einziger Aussetzer alles zerstören kann. Eder war in dieser Phase bereits ein Athlet, der in großen Momenten nicht kleiner wird.
Sochi 2014: Von Bronze zu Silber durch Medaillen-Neuvergabe
Ein spezielles Kapitel ist die Herrenstaffel von Sochi 2014: Das Rennen wurde damals zunächst anders gewertet, später kam es aber zu einer Neuvergabe der Medaillen nach Disqualifikationen im Zuge von Dopingfällen. In der finalen Wertung wird Österreich in diesem Bewerb als Olympia-Zweiter geführt – Eder erhielt damit (neben 2010) seine zweite Olympia-Silbermedaille in der Staffel.
Weltmeisterschaften: Medaillen in unterschiedlichen Formaten
Bei Weltmeisterschaften hat Eder mehrfach gezeigt, dass er nicht nur „Staffel kann“, sondern auch im Einzel auf den Punkt da ist. Besonders stark: Bronze im Einzel bei der WM 2016 (klassisches „Geduldsrennen“ mit vier Schießeinlagen) – ein Format, in dem mentale Stabilität und Fehlerfreiheit brutal belohnt werden.
| Bewerb/Turnier | Medaille | Einordnung |
|---|---|---|
| WM 2009 – Herrenstaffel | Silber | Frühes Signal: Eder ist auf höchstem Niveau staffelfest. |
| WM 2016 – Einzel (20 km) | Bronze | Einzelmedaille im „klassischen“ Biathlon-Format – extrem anspruchsvoll. |
| WM 2017 – Massenstart | Bronze | Prestigeformat: Direktduell, Tempo, Druck – und trotzdem am Stockerl. |
| WM 2017 – Herrenstaffel | Bronze | Heim-WM in Hochfilzen: Medaille vor österreichischem Publikum. |
| WM 2021 – Mixed-Staffel | Silber | Mixed verlangt schnelle Anpassung und Teamtaktik – Österreich holt groß auf. |
Gesamtweltcup & Rolle im ÖSV-Team
In seiner stärksten Phase war Eder im Gesamtweltcup mehrfach ganz vorne dabei – unter anderem mit zwei fünften Plätzen in der Gesamtwertung (Saisonen 2013/14 und 2015/16). Das ist im Biathlon ein echtes Qualitätsmerkmal, weil nicht ein „perfektes Wochenende“ belohnt wird, sondern Wochen für Wochen Leistung unter wechselnden Bedingungen.
Im ÖSV-Team ist Eder damit über Jahre ein klarer Fixpunkt gewesen: als „Stabilisator“ in Staffeln, als Leader im Training und als Athlet, der auch jüngeren Teamkollegen zeigt, wie man Rennen taktisch sauber zu Ende fährt.
Privatleben: Partnerin, Ehe und was wirklich gesichert ist
Simon Eder hält Privates eher kompakt – doch ein Punkt ist gut dokumentiert: 2017 heiratete er seine langjährige Partnerin Katrin („Kati“) (medial berichtet). In seinem eigenen Sportprofil finden sich außerdem Hinweise auf die gemeinsame Tochter Marlene. Mehr Details (Alltag, Familie, genaue Abläufe) sind bewusst nicht breit öffentlich – und das ist bei Spitzensportlern auch nachvollziehbar.
Preisgeld und Vermögen: Was man seriös sagen kann
Eine offiziell bestätigte Summe zum Vermögen von Simon Eder gibt es nicht. Seriös ist daher nur eine Einordnung über typische Einnahmequellen im Biathlon: Preisgeld (Weltcup/WMs), Prämien (Verbands- und Erfolgsprämien), Sponsoring sowie die Absicherung über das Sportfördermodell (bei Eder: Bundesheer/Sportsoldat).
| Einnahmequelle | Was das bedeutet | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|
| Preisgeld | Auszahlungen je nach Platzierung (Einzel & Staffel). | Direkt leistungsabhängig – gute Saisonen bringen spürbare Zusatzeinnahmen. |
| Prämien | Erfolgsprämien für Medaillen, Staffelresultate, Saisonziele. | Olympia- und WM-Medaillen sind hier oft der größte Booster. |
| Sponsoren | Partnerverträge, Ausrüster, Kampagnen, Bonusmodelle. | Oft langfristiger als Preisgeld – Zahlen sind aber meist privat. |
| Bundesheer/Sportförderung | Grundabsicherung als Sportsoldat, planbarer Rahmen. | Gibt Stabilität, auch wenn eine Saison sportlich „normal“ ausfällt. |
Wichtig: Preisgeld ist in der Praxis kein „Netto-Gewinn“. Abgaben, Betreuung, Reisen, Material und leistungsabhängige Vertragsmodelle spielen mit. Ein starkes Jahr kann finanziell sehr gut sein – bedeutet aber nicht automatisch ein fixes „Promi-Vermögen“.
💬 FAQ
Ist Simon Eder verheiratet?
Ja. Mehrere Berichte nennen 2017 als Jahr seiner Hochzeit mit seiner langjährigen Partnerin Katrin („Kati“). Details hält Eder insgesamt eher privat.
Wie viele Olympia-Medaillen hat Simon Eder?
Er hat zwei Olympia-Medaillen mit der Herrenstaffel: Silber 2010 (Vancouver) und Silber 2014 (Sochi, nach offizieller Medaillen-Neuvergabe).
Was sind seine größten WM-Erfolge?
Zu seinen WM-Highlights zählen Bronze im Einzel (2016), zwei Mal Bronze (2017) sowie Silber in der Mixed-Staffel (2021).
Wofür ist Simon Eder sportlich besonders bekannt?
Vor allem für schnelles, effizientes Schießen und seine Fähigkeit, unter Druck „sein Programm“ durchzuziehen – besonders in Staffeln, wo jede Sekunde und jeder Fehler das gesamte Team betrifft.
Wie hoch ist das Vermögen von Simon Eder?
Dazu gibt es keine offiziell bestätigte Summe. Seriös lässt sich nur sagen, dass Einnahmen typischerweise aus Preisgeld, Prämien, Sponsoring und der Sportförderung (Bundesheer/Sportsoldat) stammen.
Ist Simon Eder 2026 noch aktiv?
Ja, er stand auch bei den Winterspielen 2026 im Aufgebot und zählt damit zu den außergewöhnlich lang aktiven Athleten im internationalen Biathlon.
















