Ski-Weltmeisterschaften sollen künftig fast jährlich stattfinden

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Der Internationale Skiverband FIS hat bei einer zweitägigen Sitzung im schweizerischen Thun eine grundlegende Neuerung im Wettkampfkalender beschlossen. Ab dem Jahr 2032 sollen alpine und nordische Weltmeisterschaften künftig in nahezu jedem Jahr ausgetragen werden, in dem keine Olympischen Winterspiele stattfinden. Damit würde sich der bisherige Rhythmus, wonach Weltmeisterschaften nur in ungeraden Jahren vergeben werden, deutlich verdichten.

Bislang mussten Fans des alpinen und nordischen Skisports zwischen den WM-Terminen jeweils zwei Jahre überbrücken. Mit der neuen Regelung würde sich die Wartezeit auf die nächste Titelentscheidung für viele Athletinnen und Athleten sowie für das internationale Publikum erheblich verkürzen.

Machbarkeitsstudie als Grundlage der Entscheidung

Der Beschluss des FIS-Councils stützt sich auf eine vorläufige Machbarkeitsstudie, die im Vorfeld erstellt wurde. Diese habe sich laut Verband auf mehrere zentrale Aspekte konzentriert, darunter der sportliche Wert zusätzlicher Weltmeisterschaften, Fragen der Kalenderplanung sowie kommerzielle und mediale Rechte. Auf Basis dieser Analyse habe sich das Gremium auf ein Konzept geeinigt, das eine höhere Frequenz von FIS-Weltmeisterschaften vorsieht.

Bereits für das Jahr 2028 zieht der Verband zusätzliche Weltmeisterschaften in Betracht. Damit könnte die Umstellung auf einen dichteren WM-Kalender noch vor dem offiziellen Start im Jahr 2032 in Teilen vorweggenommen werden.

Bereits fixierte Austragungsorte bis 2031

Unabhängig von der geplanten Reform stehen die Austragungsorte der kommenden Weltmeisterschaften bereits bis zum Jahr 2031 fest. Die nächste alpine Ski-Weltmeisterschaft findet 2027 im Schweizer Ort Crans-Montana statt. Zeitgleich kämpfen die nordischen Skisportler im schwedischen Falun um WM-Medaillen. Für Snowboarder und Freestyle-Athleten sind im selben Jahr Wettkämpfe im Montafon in Vorarlberg sowie in Kühtai in Tirol angesetzt.

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Zwei Jahre später, im Jahr 2029, verlagert sich die alpine Ski-Weltmeisterschaft nach Narvik in Norwegen. Die nordischen Bewerbe finden im selben Jahr im finnischen Lahti statt. Für das Jahr 2031 ist die alpine Weltmeisterschaft in Gröden in Südtirol vorgesehen, während die nordischen Titelkämpfe im deutschen Oberstdorf ausgetragen werden sollen.

Olympische Winterspiele als Fixpunkt im Kalender

Zwischen den genannten Weltmeisterschaften bleibt mit den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen ein weiterer sportlicher Höhepunkt im internationalen Wintersportkalender bestehen. Die geplante Erhöhung der WM-Frequenz soll laut FIS speziell jene Jahre betreffen, in denen keine Olympischen Spiele stattfinden, um so eine durchgehende Abfolge internationaler Höhepunkte im alpinen und nordischen Skisport zu ermöglichen.

Mit der Neuausrichtung reagiert der Verband offenbar auf eine wachsende Nachfrage nach regelmäßigen internationalen Großveranstaltungen im Wintersport. Ein dichterer Wettkampfkalender könnte sowohl für Athletinnen und Athleten als auch für Austragungsorte, Medienpartner und Sponsoren neue Rahmenbedingungen schaffen.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Wie die konkrete Umsetzung der zusätzlichen Weltmeisterschaften ab 2032 im Detail aussehen wird, ist derzeit noch offen. Ebenso bleibt abzuwarten, welche Standorte sich um die Ausrichtung zusätzlicher Titelkämpfe bewerben werden und wie sich die geplante Taktung auf bestehende Wettbewerbe wie den Ski-Weltcup auswirken könnte. Der Internationale Skiverband dürfte in den kommenden Jahren weitere Details zur konkreten Ausgestaltung des neuen WM-Rhythmus präsentieren.

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