Teamgröße: 15 Athlet:innen + 4 Guides (insgesamt 19 Personen) Sportarten: Para-Ski Alpin, Para-Snowboard, Para-Langlauf & Para-Biathlon Top-Favoriten: Johannes Aigner, Veronika Aigner (mit Guide Elisabeth), Markus Salcher Goal: In Cortina und Tesero um Medaillen mitfahren.
Wer startet für Österreich bei den Winter-Paralympics in Milano Cortina? In diesem Überblick findest du das offiziell nominierte Team nach Sportarten, die Rolle der Guides, sowie eine realistische Einordnung der Medaillenchancen – ohne leere Versprechen, aber mit klaren Anhaltspunkten.
Überblick Athlet:innen
| Thema | Stand 2026 | Konsequenz für deinen Überblick |
|---|---|---|
| Team Austria | 15 Athlet:innen und 4 Guides (19 Personen) | Bei Sehbeeinträchtigung fahren manche Athlet:innen mit Guide – das ist sportlich entscheidend, nicht „Begleitung“. |
| Sportarten im ÖPC-Team | Para-Ski Alpin, Para-Langlauf, Para-Biathlon, Para-Snowboard | Österreich setzt klar auf Schnee-Disziplinen mit traditioneller Stärke (Alpin) und gezielten Chancen (Snowboard). |
| Nicht vertreten | Rollstuhl-Curling, Para-Eishockey | Keine Team-Bewerbe in diesen Sportarten – Fokus liegt auf Einzel- und kleinen Startfeldern. |
| Erfahrung vs. Debüt | Viele Debütant:innen, dazu Routiniers wie Salcher | Spannende Mischung: Erfahrung kann bei Großereignissen den Unterschied machen. |
| Austragungsorte | Cortina (Ski Alpin, Snowboard), Tesero/Val di Fiemme (Nordisch) | Wenn du vor Ort planst: Du brauchst einen klaren Schwerpunkt (Cortina oder Tesero), sonst wird es hektisch. |
Teamliste nach Sportarten
| Sportart | Athlet:innen | Guides |
|---|---|---|
| Para-Ski Alpin | Johannes Aigner, Veronika Aigner, Thomas Grochar, Christina Obwexer, Nico Pajantschitsch, Manuel Rachbauer, Sebastian Rigby, Markus Salcher, Michael Scharnagl, Elina Stary, Laura Streng | Nico Haberl (für Johannes Aigner), Elisabeth Aigner (für Veronika Aigner), Lilly Sammer (für Michael Scharnagl), Stefan Winter (für Elina Stary) |
| Para-Snowboard | Oliver Dreier, Rene Eckhart, Markus Schmidhofer | – |
| Para-Langlauf & Para-Biathlon | Stefan Egger-Riedmüller | – |
Medaillenchancen: Wer hat realistische Podest-Perspektiven?
Wichtig: Medaillenchancen sind keine Garantie. Wetter, Material, Tagesform, Startreihenfolge und bei Sehbeeinträchtigung auch das Zusammenspiel mit dem Guide können ein Rennen komplett drehen. Trotzdem gibt es klare Signale aus bisherigen Paralympics-Resultaten und dem unmittelbaren Vorfeld.
| Kategorie | Namen | Warum diese Einordnung? |
|---|---|---|
| Top-Medaillenchance | Johannes Aigner (mit Guide Nico Haberl) | Mehrfacher Paralympics-Medaillengewinner (u. a. 2x Gold in Beijing), im Vorfeld als heißer Medaillenkandidat gehandelt. |
| Top-Medaillenchance | Veronika Aigner (mit Guide Elisabeth Aigner) | 2x Gold in Beijing; gilt wieder als Top-Favoritin. Ziel: in mehreren Starts ums Stockerl. |
| Sehr gute Podestchance | Markus Salcher | Extrem erfahren und hoch dekoriert; bei Großereignissen oft stark. Gleichzeitig weist er selbst auf steigende Konkurrenzdichte hin. |
| Außenseiter mit Podest-Potenzial | Oliver Dreier | Hinweise auf Top-3-Ergebnisse im Weltcup-Winter – wenn ein Run perfekt passt, ist viel möglich. |
| Überraschung möglich | Rene Eckhart, Markus Schmidhofer | Österreichs Snowboard-Team will die nächste Medaille nach 2018 holen. Im Snowboard können kleine Fehler aber sofort „alles kosten“. |
| Starkes Debütziel | Stefan Egger-Riedmüller | Nordisch ist oft taktisch und dicht. Realistisches Ziel: Top-Leistungen abrufen, Erfahrung sammeln, bei optimalem Verlauf in Richtung Top-Platzierungen schielen. |
Sportarten im Team Austria: Kurz erklärt
- Para-Ski Alpin: Speed (z. B. Super-G, Abfahrt) und Technik (Slalom, Riesentorlauf) – je nach Klasse sitzend, stehend oder sehbeeinträchtigt. In der Seh-Klasse fährt man mit Guide, der Linie und Tempo vorgibt.
- Para-Snowboard: Kurze Heats, schnelle Entscheidungen. Formate wie Banked Slalom oder Snowboard Cross sind zuschauerfreundlich, weil „sofort“ etwas passiert.
- Para-Langlauf: Ausdauer, Pacing und Taktik. Je nach Distanz kann ein kleiner Einbruch am Ende viel kosten.
- Para-Biathlon: Langlauf plus Schieß-Element. Rhythmuswechsel und Nervenstärke sind entscheidend.
Was bei den Aigners, Salcher & Co. den Unterschied machen kann
1) Big-Event-Fokus: Gerade bei Paralympics zählt, ob du deine Leistung genau dann abrufen kannst, wenn es „um alles“ geht. Routiniers sprechen oft davon, den Kopf ruhig zu halten und Routinen zu schützen.
2) Guide-Teamwork: In den Seh-Klassen ist das Duo Athlet:in/Guide ein System. Timing, Vertrauen und Kommunikation entscheiden über Hundertstel – besonders in Speed-Bewerben.
3) Konkurrenzdichte: Mehr Nationen, mehr Professionalität, mehr Material-Know-how. Selbst Top-Athlet:innen betonen, dass es „nicht einfacher“ wird.
Praxisbeispiele: So verfolgst du Team Austria sinnvoll
Beispiel 1: „Ich will Medaillen sehen“
Setze deinen Fokus auf Para-Ski Alpin (mehr Starts, mehr Medaillenentscheidungen) und markiere dir die Rennen der Aigners sowie von Salcher.
Beispiel 2: „Ich mag kurze, intensive Bewerbe“
Dann ist Para-Snowboard ideal. Du bekommst viele Entscheidungen in kurzer Zeit – perfekt, wenn du nicht den ganzen Tag im Stadion sein willst.
Beispiel 3: „Mich reizt die Sport-Story“
Schau dir neben den Favoriten auch die Debütant:innen an. Bei Paralympics entstehen oft die stärksten Momente dort, wo niemand vorher hingeschaut hat.
Expert:innen-Meinungen
- Maria Rauch-Kallat (ÖPC-Präsidentin): Betont die große Vorfreude und den Inklusionsgedanken der Spiele; wichtig sei auch, dass Paralympics sichtbar machen, wozu Menschen mit Beeinträchtigung fähig sind. Kontext: Statements rund um die Teamnominierung.
- Maria Rauch-Kallat (ÖPC-Präsidentin): Unterstreicht, dass es keine starre Medaillenvorgabe gibt; im Vordergrund stehen ein guter Verlauf und starke Auftritte. Kontext: ORF-Interviews vor der Abreise.
- Petra Huber (ÖPC-Generalsekretärin): Beschreibt die Vorbereitung als „Puzzle“ mit vielen Teilen – Teamspirit und Abläufe seien „auf Schiene“. Kontext: ORF-Bericht zur Nominierung.
- Patrick Mayrhofer (Chef de Mission, Paralympics-Silber 2018): Rät, sich vom Trubel nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, bei Routinen zu bleiben und Zeremonien bewusst zu genießen. Kontext: Team-Einkleidung und Countdown-Phase.
- Veronika Aigner (Para-Ski Alpin): Setzt auf Gelassenheit statt Druck; je entspannter, desto besser das Resultat. Kontext: ORF-Interview vor Cortina.
- Veronika Aigner (Para-Ski Alpin): Ordnet ihre Chancen besonders in den Speed-Disziplinen hoch ein. Kontext: ORF-Interview im Vorfeld.
- Veronika & Elisabeth Aigner (Athletin & Guide): Beschreiben die Einkleidung als Moment, in dem Vorfreude „noch einmal enorm“ steigt. Kontext: Team-Auftritt wenige Tage vor Nominierung.
- Markus Salcher (Para-Ski Alpin): Betont, dass die Konkurrenz größer wird und es nicht leicht sein wird – er vertraut aber darauf, die Leistung bei den Spielen abrufen zu können. Kontext: ORF-Interview.
- Markus Salcher (Para-Ski Alpin): Sagt, Einkleidung werde „niemals Routine“, weil man dort das Kribbeln und den Teamgeist spürt. Kontext: Team-Einkleidung.
- Stefan Egger-Riedmüller (Para-Langlauf/Biathlon): Spricht von Stolz, Teil des Teams zu sein, und hebt die Bedeutung des gegenseitigen Kennenlernens hervor. Kontext: Team-Einkleidung.
- International Paralympic Committee (IPC): Sieht Österreich nach Beijing wieder als Team, das „wieder ins Spotlight“ fahren kann; besonders die Aigners werden als Schlüssel für Medaillen genannt. Kontext: Team-Austria-Guide vor den Spielen.
- Johannes Aigner (Para-Ski Alpin): Beschreibt Paralympics-Erfolge als „schöne Erinnerung“ – während der Spiele liege der Fokus aber immer schon auf dem nächsten Rennen. Kontext: IPC-Porträt/Story zu Team Austria.
FAQ
Wie groß ist das österreichische Team bei den Winter-Paralympics 2026?
Österreich ist mit 15 Athlet:innen und 4 Guides nominiert – das sind 19 Personen im Paralympic Team Austria.
In welchen Sportarten startet Österreich?
Österreich startet in Para-Ski Alpin, Para-Snowboard, Para-Langlauf und Para-Biathlon.
Warum gibt es Guides und wer sind sie?
In den Seh-Klassen fahren Athlet:innen mit Guide. Der Guide gibt Linie, Tempo und Orientierung vor. Im Team Austria sind das Nico Haberl, Elisabeth Aigner, Lilly Sammer und Stefan Winter.
Wer sind Österreichs größte Medaillenhoffnungen?
Die klaren Aushängeschilder sind Johannes Aigner und Veronika Aigner (mit Guide Elisabeth) sowie Markus Salcher. Im Snowboard gibt es Außenseiterchancen, wenn alles zusammenpasst.
Welche Bewerbe sind für Österreich besonders interessant?
Vor allem Para-Ski Alpin, weil Österreich dort viele Starts hat. Dazu kommen selektive Chancen im Para-Snowboard sowie ein Fokus auf starke Rennen im Nordischen.
Ist Österreich im Rollstuhl-Curling oder Para-Eishockey dabei?
Nein. Österreich stellt bei den Paralympics 2026 kein Team im Rollstuhl-Curling und keine Mannschaft im Para-Eishockey.
Wie kann ich Medaillenchancen realistisch einschätzen?
Schau auf drei Faktoren: Paralympics-Erfahrung, aktuelle Weltcup-/Saisonform und (bei Seh-Klassen) das Zusammenspiel mit dem Guide. Dann bekommst du ein deutlich realistischeres Bild als nur über Namen.
Wie verfolge ich Team Austria am besten?
Am einfachsten ist es, dir die Rennen der Top-Namen im Para-Ski Alpin zu markieren und zusätzlich Snowboard-Heats mitzunehmen. Wenn du vor Ort bist, plane deinen Trip entweder rund um Cortina oder rund um Tesero.
















