UEFA bereitet offenbar Strafverfahren gegen FIFA-Chef Infantino vor

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Im Streit um einen gescheiterten Investorendeal zur Finanzierung von Fußball-Weltmeisterschaften bereitet die UEFA nach eigenen Angaben ein Strafverfahren gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino vor. Der europäische Fußball-Kontinentalverband fordert in diesem Zusammenhang von der FIFA sowie von beteiligten Finanzinstituten die Herausgabe von Dokumenten zu dem Projekt. Das geht aus einem 60-seitigen Dokument hervor, das an ein Distriktgericht im US-Bundesstaat Florida gerichtet wurde und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Hintergrund des WM-Investorendeals

Im Zentrum des Konflikts steht ein Investorenprojekt, das ursprünglich zur Finanzierung von Weltmeisterschaften der FIFA dienen sollte. Der Deal ist inzwischen gescheitert, die genauen Umstände und Verantwortlichkeiten sind jedoch weiterhin Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen. Die UEFA sieht offenbar Anlass, das Vorgehen rund um dieses Projekt strafrechtlich prüfen zu lassen, und hat sich deshalb an die US-Justiz gewandt, um Zugang zu relevanten Unterlagen zu erhalten.

UEFA fordert Herausgabe von Dokumenten

Mit dem Antrag an das Distriktgericht in Florida verfolgt die UEFA das Ziel, sowohl von der FIFA selbst als auch von den an dem Investorendeal beteiligten Finanzinstituten Einblick in Unterlagen zu erhalten, die den Ablauf und die Hintergründe des gescheiterten Projekts dokumentieren. Diese Dokumente sollen offenbar als Grundlage für das geplante Strafverfahren gegen Infantino dienen. Das der dpa vorliegende Schriftstück umfasst 60 Seiten und legt die Position der UEFA in dieser Angelegenheit ausführlich dar.

Belastung für die Beziehung zwischen UEFA und FIFA

Der Vorstoß der UEFA wirft ein Schlaglicht auf die Spannungen zwischen dem europäischen Kontinentalverband und dem Weltverband FIFA unter der Führung von Gianni Infantino. Ein Strafverfahren gegen den amtierenden FIFA-Präsidenten wäre ein bedeutender Schritt innerhalb der internationalen Fußball-Organisationen und könnte weitreichende Folgen für die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden haben. Bislang sind die konkreten strafrechtlichen Vorwürfe, die der UEFA zufolge im Raum stehen, aus dem vorliegenden Dokument nicht im Detail bekannt.

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Weiteres Vorgehen offen

Wie sich das Verfahren vor dem Distriktgericht in Florida weiterentwickelt und ob die FIFA sowie die betroffenen Finanzinstitute der Forderung nach Herausgabe der Dokumente nachkommen werden, ist derzeit nicht absehbar. Die Auseinandersetzung um den gescheiterten WM-Investorendeal dürfte den internationalen Fußball in den kommenden Wochen weiter beschäftigen, insbesondere im Hinblick auf mögliche rechtliche Konsequenzen für Infantino und die FIFA-Führung. Beobachter der internationalen Fußballpolitik dürften die weitere Entwicklung dieses Falls aufmerksam verfolgen, da er das Verhältnis zwischen den großen Verbänden im Weltfußball nachhaltig beeinflussen könnte.

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