Jurij Rodionov hat sich erstmals für den Hauptbewerb der US Open qualifiziert. Der 27-jährige Niederösterreicher setzte sich in der am Freitag nach mehreren Regenunterbrechungen fortgesetzten dritten Qualifikationsrunde gegen den an Position vier gesetzten Briten Jacob Fearnley mit 4:6, 6:4 und 6:4 durch. Damit stehen insgesamt sechs österreichische Spielerinnen und Spieler im Hauptfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres in New York.
Rodionov nach zähem Kampf im Hauptfeld
Für seinen Erfolg gegen Fearnley benötigte Rodionov rund zwei Stunden und 15 Minuten Spielzeit. Damit gelang ihm die Premiere im Hauptbewerb der US Open. Der Beginn des Turniers ist für Sonntag angesetzt, den Gegner der ersten Runde erfährt der aktuell auf Platz 143 der Weltrangliste geführte Niederösterreicher erst durch die Auslosung.
Neben Rodionov ist bei den Herren auch Filip Misolic mit dabei. Der Steirer profitiert bei seiner Rückkehr auf die Tour vom Verletztenschutzstatus, nachdem er seit Februar aufgrund einer Verletzung kein Match mehr bestritten hatte. Zum Auftakt trifft er auf den Argentinier Francisco Cerundolo, die aktuelle Nummer 25 der Welt. Die bisherigen beiden Duelle zwischen Misolic und Cerundolo gingen jeweils ohne Satzgewinn für den Österreicher aus, zuletzt bei den French Open 2024 in der zweiten Runde.
Potapova und Tagger mit machbaren Aufgaben
Im Damen-Einzel sind mit Anastasia Potapova, Lilli Tagger, Julia Grabher und Sinja Kraus vier Österreicherinnen vertreten. Potapova, die bei den US Open an Nummer 24 gesetzt ist, eröffnet ihr Turnier gegen die Tschechin Tereza Valentova, die Weltranglisten-57. ist. Fraglich ist derzeit allerdings ihre körperliche Verfassung, da sie zuletzt wegen Rückenproblemen kurzfristig vom Turnier in Monterrey zurückgetreten war.
Für die Osttirolerin Lilli Tagger, die als eine der größten österreichischen Nachwuchshoffnungen im Tennis gilt, steht bei ihrem New-York-Debüt ein Duell mit der Deutschen Tamara Korpatsch an. Die bisherige Bilanz spricht für Tagger, die beide bisherigen Begegnungen gegen Korpatsch für sich entscheiden konnte. Im WTA-Ranking liegen die beiden Spielerinnen mit Platz 47 und 48 derzeit nahezu gleichauf.
Schweres Los für Kraus, Grabher trifft auf Cirstea
Deutlich schwieriger gestaltet sich die Auftaktaufgabe für Sinja Kraus. Die Wienerin bekommt es in der ersten Runde mit der Tschechin Karolina Muchova zu tun, die im heurigen Jahr das Wimbledon-Finale erreichte und bei den US Open 2023 sowie 2024 jeweils im Halbfinale stand.
Julia Grabher trifft in ihrem Erstrundenmatch auf die an Position 16 gesetzte Rumänin Sorana Cirstea. Die bisherige Bilanz zwischen den beiden Spielerinnen steht 0:2 aus Sicht von Grabher, das letzte Aufeinandertreffen liegt jedoch bereits vier Jahre zurück und wurde 2022 auf Sandplatz ausgetragen.
Rodionov mit stabiler Qualifikationsleistung
Auf dem Weg ins Hauptfeld zeigte sich Rodionov konstant. In der ersten Qualifikationsrunde setzte er sich gegen den Belgier Kimmer Coppejans mit 6:1 und 6:4 durch, in der zweiten Runde folgte ein 6:2, 3:6, 6:1-Erfolg gegen den Portugiesen Frederico Ferreira Silva. Andere österreichische Qualifikationsteilnehmer schieden hingegen aus: Joel Schwärzler unterlag nach einem Auftaktsieg gegen den Brasilianer Gustavo Heide in der zweiten Runde dem Italiener Andrea Guerrieri mit 3:6, 6:4 und 6:1. Lukas Neumayer, der zuvor den Australier James McCabe bezwungen hatte, verlor in Runde zwei gegen den an Nummer zwei gesetzten Hongkonger Coleman Wong mit 6:3 und 6:3. Auch Sebastian Ofner, der an Position 16 gesetzt war, schied bereits in der ersten Runde gegen den Japaner Kei Nishikori aus.
Die US Open werden in New York auf Hartplatz ausgetragen und sind mit einem Preisgeld von 108 Millionen Dollar dotiert. Mit sechs Vertreterinnen und Vertretern im Hauptbewerb ist Österreich prominent bei einem der bedeutendsten Tennisturniere der Saison vertreten.

















