Österreichs Volleyball-Nationalteam der Damen hat bei der Europameisterschaft in Brünn den ersten Sieg der österreichischen EM-Geschichte nur knapp verpasst. Gegen Bulgarien führten die ÖVV-Damen in der Gruppe B bereits mit 2:0 nach Sätzen, mussten sich am Ende aber mit 2:3 (24,15,-15,-16,-4) geschlagen geben. Damit schließt Österreich das Turnier mit fünf Niederlagen ab, konnte aber sowohl gegen Griechenland als auch gegen Bulgarien einzelne Sätze für sich entscheiden.
Zum Abschluss der Europameisterschaft zeigte das österreichische Team gegen die favorisierten Bulgarinnen eine starke Anfangsphase. Die ÖVV-Damen setzten die Gegnerinnen früh unter Druck und erspielten sich eine komfortable 2:0-Führung. Im Verlauf der Partie steigerten sich die Bulgarinnen jedoch zunehmend, während sich bei den Österreicherinnen mehr und mehr Fehler einschlichen. Am Ende reichte es für die Truppe von Teamchef Roland Schwab nicht, den historischen ersten EM-Sieg einzufahren.
Positive Stimmung trotz knapper Niederlage
Trotz des verpassten Erfolgs zog Diana Vavrek ein positives Fazit aus dem Auftritt gegen Bulgarien. Sie beschrieb den Start der Mannschaft als gelungen und betonte, dass in den ersten beiden Sätzen alles funktioniert habe. Nach dem zweiten Satz habe die Leistung jedoch nachgelassen. Vavrek zeigte sich überzeugt, dass der erste Sieg möglich gewesen wäre, sprach aber dennoch von einem guten Gefühl, mit dem die Mannschaft von der Europameisterschaft nach Hause fahre.
Auch Zuspielerin Dana Schmit bedauerte die vergebenen Chancen. Sie erklärte, dass in den ersten beiden Sätzen mehr möglich gewesen wäre, da man die bulgarische Mannschaft deutlich unter Druck gesetzt habe. Erstmals sei das österreichische Team in der dominanten Rolle gewesen. Dass der dritte Satz in solchen Situationen schwierig werde, sei im Volleyball üblich. Dass die Mannschaft jedoch im vierten und fünften Satz nicht mehr zurückgekommen sei, führte Schmit auf zu viele eigene Fehler und fehlenden Glauben an die Wende zurück.
Teamchef Schwab lobt Einsatz der Mannschaft
Teamchef Roland Schwab würdigte nach der Partie die Leistung seiner Spielerinnen. Er verwies darauf, wie eng die Entscheidung ausgefallen sei: Beim Satzball im ersten Durchgang hätte die Partie in beide Richtungen kippen können, im zweiten Satz habe die Mannschaft nahezu fehlerfrei agiert. Ab dem dritten Satz habe Bulgarien im Aufschlag deutlich mehr riskiert und dabei nahezu jeden Ball getroffen. Dadurch sei Österreich in der Annahme in Schwierigkeiten geraten, was den Spielverlauf grundlegend veränderte.
Turnierbilanz und Tabellensituation
In der Gruppe B von Brünn beendete Österreich das Turnier mit einer Bilanz von fünf Niederlagen und drei gewonnenen Sätzen bei insgesamt 3:15 Sätzen. Die Tabelle wird von Serbien angeführt, das nach drei Spielen ungeschlagen blieb, gefolgt von Tschechien und Griechenland. Bulgarien belegt nach dem Sieg gegen Österreich Rang vier, die Ukraine folgt auf Platz fünf. Österreich schließt die Gruppenphase auf dem letzten Platz ab.
Im Spielverlauf hatte Österreich zuvor bereits gegen Serbien, Tschechien, die Ukraine und Griechenland verloren, konnte jedoch gegen Griechenland und im abschließenden Spiel gegen Bulgarien jeweils einzelne Sätze gewinnen. Diese Teilerfolge wurden von den Spielerinnen als Zeichen einer positiven Entwicklung gewertet.
Die Europameisterschaft in Brünn wird mit den verbleibenden Partien der Gruppe B fortgesetzt, darunter die Begegnungen zwischen der Ukraine und Serbien sowie zwischen Tschechien und Bulgarien. Für das österreichische Team endet das Turnier ohne den erhofften historischen Premierensieg, dennoch nehmen Spielerinnen und Trainerstab positive Eindrücke aus den engen Partien gegen Griechenland und Bulgarien mit.

















