Vuelta: Felix Gall verteidigt Podestplatz im Zeitfahren

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Felix Gall bleibt bei der Vuelta a Espana auf Kurs für einen Platz auf dem Gesamtpodium. Beim Einzelzeitfahren über 32,1 Kilometer von El Puerto de Santa Maria nach Jerez de la Frontera musste der Osttiroler zwar einen Rang abgeben, verteidigte aber vor den letzten drei Etappen den dritten Platz in der Gesamtwertung. An der Spitze behauptete sich der Spanier Enric Mas gegen den Angriff des Slowenen Primoz Roglic.

Roglic schiebt sich an Gall vorbei

Im zweiten Zeitfahren dieser Vuelta-Ausgabe belegte Roglic mit 19 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Stefan Küng aus der Schweiz den vierten Rang. Damit verdrängte der Slowene Gall von Platz zwei der Zeitfahrwertung und liegt nun 1:37 Minuten hinter Gesamtführendem Mas. Der Spanier selbst zeigte mit der zwölftschnellsten Zeit und 52 Sekunden Rückstand auf Küng eine starke Leistung gegen die Uhr und sicherte damit sein Rotes Trikot ab.

Gall selbst kam als 26. ins Ziel und verlor 1:46 Minuten auf den Schweizer Sieger. In der Gesamtwertung beträgt sein Rückstand auf Mas nach 18 von 21 Etappen nun 3:01 Minuten. Entscheidend für seine Podestchancen war jedoch der direkte Vergleich mit dem gesamt viertplatzierten Richard Carapaz aus Ecuador: Gegen den Ecuadorianer gab der Österreicher im Zeitfahren nur zwei Sekunden ab und geht damit mit einem Polster von 2:16 Minuten in die abschließenden drei Etappen.

Mit seiner Vorstellung im Zeitfahren zeigte sich Gall zufrieden. „Ich habe es heute wie geplant gemacht, keine Fehler gemacht“, sagte der Osttiroler nach dem Rennen.

Königsetappe und schwere Bergtage stehen bevor

Obwohl sich der Rückstand auf Roglic in der Gesamtwertung wieder vergrößert hat, blickt Gall den bevorstehenden Bergetappen mit Zuversicht entgegen. Am Freitag wartet mit rund 4.000 Höhenmetern und einer Bergankunft die Königsetappe der diesjährigen Vuelta. Einen Tag später folgt mit fünf Anstiegen ein noch anspruchsvollerer Abschnitt, bevor die Rundfahrt am Sonntag in Granada mit einer flacheren Etappe endet.

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„Morgen wird es ein langer Tag, es ist die Königsetappe. Wir haben zwei Tage in den Bergen, und es ist schon ermüdend, aber ich bin fit und konstant, ich fühle mich gut. Also noch einmal Vollgas in den Bergen“, erklärte Gall. Als Kletterspezialist hofft er, in den anstehenden Bergetappen wieder Boden auf die Konkurrenz gutmachen zu können.

„Ich bin gesund, das ist das Wichtigste, deshalb kann ich in den Bergen auch noch einmal mitkämpfen. Für die Gesamtwertung kann ich nur mein Bestes geben und dann schauen“, so der Österreicher weiter.

Enges Rennen um das Gesamtpodium

An der Spitze der Gesamtwertung liegt Enric Mas weiterhin voran, gefolgt von Primoz Roglic mit 1:37 Minuten Rückstand. Felix Gall verteidigt Rang drei mit 3:01 Minuten Rückstand auf den Spanier, während Richard Carapaz mit 5:17 Minuten auf dem vierten Platz liegt. Dahinter folgen Oscar Onley aus Großbritannien und der Slowene Jakob Omrzel.

Von den weiteren österreichischen Fahrern liegt Patrick Konrad in der Gesamtwertung mit deutlichem Rückstand auf Rang 33, Michael Gogl folgt auf Platz 117. Beide waren auch beim Zeitfahren am Donnerstag nicht in den vorderen Rängen zu finden: Gogl belegte Platz 67, Konrad kam als 122. ins Ziel.

Die Entscheidung um das Gesamtpodium der 81. Vuelta a Espana fällt somit in den beiden verbleibenden Bergetappen am Freitag und Samstag, ehe die Rundfahrt am Sonntag mit der Schlussetappe rund um Granada endet. Für Felix Gall und sein Team gilt es, den knappen Vorsprung auf Carapaz zu verteidigen und gleichzeitig den Rückstand auf Roglic möglichst gering zu halten.

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