Felix Gall hat bei der Vuelta a España auf der zweiten Etappe erste Zeit im Kampf um einen Podestplatz eingebüßt. Auf der 214,3 km langen Strecke von Monaco nach Manosque wurde das Feld kurz vor dem Ziel aufgesplittet, wodurch der Osttiroler den Anschluss an die Spitzengruppe verlor. Den Etappensieg sicherte sich der Brite Matthew Brennan, der damit seinen ersten Erfolg bei einer Grand Tour feierte. Im Sog des jungen Briten zeigte auch Tadej Pogačar erneut seine Sprintqualitäten und wurde starker Dritter.
Gall und Mühlberger mit Rückstand ins Ziel
Gall kam gemeinsam mit seinem Landsmann Gregor Mühlberger mit 18 Sekunden Rückstand auf Brennan ins Ziel der längsten Etappe dieser Vuelta-Ausgabe. Dadurch beträgt der Rückstand des Osttirolers auf Gesamtführenden Pogačar mittlerweile 1:08 Minuten. In der Gesamtwertung liegt Gall auf Platz 63, während Mühlberger als bester Österreicher drei Positionen davor auf Rang 60 mit 1:01 Minuten Rückstand geführt wird.
Deutlich mehr Zeit verloren die beiden übrigen österreichischen Fahrer im Feld. Michael Gogl kam als 134. ins Ziel und liegt in der Gesamtwertung mit 1:41 Minuten Rückstand auf Platz 112. Patrick Konrad rollte als 161. über die Ziellinie und findet sich nach zwei Etappen mit 4:23 Minuten Rückstand auf demselben Rang in der Gesamtwertung wieder.
Pogačar bestätigt starke Frühform
Mit dem dritten Platz hinter Brennan und dem Spanier Pau Delgado unterstrich Pogačar erneut seine Ambitionen bei dieser Vuelta. Der Slowene strebt seinen ersten Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt an, mit dem er als letzten großen Erfolg noch den kompletten Grand-Tour-Sieg-Katalog vervollständigen würde. Bereits am Samstag hatte er das Auftakt-Einzelzeitfahren in seiner Wahlheimat Monaco denkbar knapp für sich entschieden und damit ein erstes deutliches Zeichen gesetzt.
In der Gesamtwertung führt Pogačar nun mit neun Sekunden Vorsprung vor dem Belgier Wout van Aert, der ihm in dieser Saison bereits den Sieg bei Paris–Roubaix streitig gemacht hatte. Van Aert versuchte es auch auf der zweiten Etappe kurz vor Schluss mit einer Attacke, doch Pogačar ließ sich nicht überrumpeln und reagierte rechtzeitig. Brennan liegt als Etappensieger mit zehn Sekunden Rückstand auf dem dritten Gesamtrang.
Bergankunft steht bevor
Die Vuelta a España bleibt vorerst auf französischem Boden. Auf der dritten Etappe, die von Gruissan-Aude nach Font Romeu führt, wartet im Finale mit dem Col de Mont-Louis ein Anstieg der ersten Kategorie, ehe es zur Bergankunft nach Font Romeu weitergeht. Damit dürfte sich zeigen, wie es um die Form der Gesamtklassement-Anwärter abseits von Pogačar tatsächlich bestellt ist.
Die insgesamt 21 Etappen umfassende Rundfahrt führt die Fahrer in den kommenden Wochen über Andorra weiter durch Spanien, mit mehreren Bergankünften und einem weiteren Einzelzeitfahren in Jerez de la Frontera. Zwei Ruhetage unterbrechen das Programm, ehe die Vuelta am 13. September mit der Schlussetappe in Granada endet. Für Gall und seine österreichischen Kollegen dürfte insbesondere die zweite Rennwoche mit mehreren Bergankünften entscheidend werden, um im Gesamtklassement noch Boden gutzumachen.

















