Vuelta: Tronchon gewinnt Etappe zehn, Gall bleibt Dritter

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Der Franzose Bastien Tronchon hat bei der zehnten Etappe der Vuelta a España für eine Überraschung gesorgt. Der 24-Jährige setzte sich am Dienstag auf der hügeligen Strecke von Alcaraz nach Elche de la Sierra über 184,7 Kilometer im Sprint des Hauptfeldes durch. Hinter ihm platzierten sich der Däne Magnus Cort und der Belgier Thibau Nys. Der als Favorit gehandelte Wout van Aert aus Belgien musste sich mit Platz vier begnügen. Für Tronchon bedeutet der Erfolg den ersten Etappensieg bei einer Grand Tour und zugleich den bislang größten Erfolg seiner Laufbahn.

Österreichisches Quartett im Hauptfeld

Felix Gall erreichte das Ziel als 39. unmittelbar vor seinem Decathlon-Teamkollegen Gregor Mühlberger, der Rang 40 belegte. Patrick Konrad kam als 49. ins Ziel. Michael Gogl, amtierender österreichischer Staatsmeister, hatte sich zuvor mit sechs weiteren Fahrern in einer Ausreißergruppe abgesetzt und hielt sich bis rund vier Kilometer vor dem Ziel an der Spitze des Rennens. Kurz darauf wurde er jedoch vom Feld eingeholt und beendete die Etappe schließlich mit einem Rückstand von 6:26 Minuten auf Rang 113.

Mas verteidigt Gesamtführung, Gall auf Podestplatz

In der Gesamtwertung der Vuelta bleibt der Spanier Enric Mas weiterhin an der Spitze. Er profitiert weiterhin vom sturzbedingten Ausscheiden von Tadej Pogacar am vergangenen Wochenende. Mas führt das Klassement mit einem Vorsprung von 1:18 Minuten vor dem viermaligen Vuelta-Sieger Primoz Roglic aus Slowenien an. Felix Gall behauptet mit 1:39 Minuten Rückstand weiterhin den dritten Gesamtrang. Auch Gregor Mühlberger findet sich mit Platz neun in den Top Ten der Gesamtwertung wieder, während Patrick Konrad auf Rang 35 liegt.

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Ausreißer früh unterwegs, Sprinterteams behalten Kontrolle

Nach dem Ruhetag am Montag bildete sich bereits kurz nach dem Start der zehnten Etappe eine Ausreißergruppe. Die Fahrer bewegten sich über welliges Terrain, das drei Bergwertungen der dritten Kategorie sowie einen kurzen Schlussanstieg beinhaltete. Die siebenköpfige Spitzengruppe konnte sich zeitweise einen Vorsprung von mehreren Minuten erarbeiten, ehe die Teams der Sprinter im Hauptfeld das Tempo erhöhten und die Lücke konstant unter Kontrolle hielten. Rund drei Kilometer vor dem Ziel wurden die letzten verbliebenen Ausreißer schließlich eingeholt, womit der Weg für eine Massenankunft frei war, aus der Tronchon als Sieger hervorging.

Nächste Chance für Sprinter, Rundfahrt endet in Granada

Bereits am Mittwoch bietet sich den Sprintern eine weitere Gelegenheit. Die elfte Etappe führt über 153,8 größtenteils flache Kilometer von Cartagena nach Lorca. Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel wartet allerdings eine Bergwertung der dritten Kategorie, die für Angriffe genutzt werden könnte, ehe die Entscheidung im Massensprint fallen dürfte. Die Gesamtsituation im Klassement dürfte sich dadurch kaum verändern, dennoch bleibt der Kampf um Etappensiege in der zweiten Rennwoche spannend. Die Vuelta a España wird am 13. September mit der 21. und letzten Etappe in Granada zu Ende gehen. Bis dahin stehen noch mehrere Bergankünfte sowie ein Einzelzeitfahren auf dem Programm, die insbesondere für die Gesamtwertung mit Enric Mas, Primoz Roglic und Felix Gall entscheidend sein dürften.

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